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Sprünge. Er wollte die Bürde des Reiches für einige Zeiten vonden Deutschen hinwegnehmen und auf Italien legen. Die Deutschensollten bloß die Ehre und das Vergnügen haben, lind die Deutschenantizipierten diese goldene Zeit und ließen ihren König nach Italienziehen, ohne sich selbst weiter viel zu belasten. Das Strohfeuer derKonstanzer Begeisterung, welches Maximilian zu entzünden berstanden,war bald verlöscht. Er holte sich in Italien seine gewohnten Schlappen,und nachdem er dieses Ziel erreicht, polterte er wieder gegen dieDeutschen und hatte die Kühnheit zu behaupten, „allwegen hätten dieStände ihn durch ihr Bewilligen der Hülfe zu seinen Unternehmungenverleitet." (S. MI.) Janssen aber erfreute sich mit Maximilianeinstweilen an der großartigen Parade vor Bovolenta (S. 542), undans der folgenden Seite zieht er dann mit Maximilian „aus Mangelan Geld" nnvcrrichteter Dinge ab. So erklärt sich die Geschichtedurch sich selbst.
Klug war Maximilian aber trotz alledem nicht geworden. Erredete von „Strenge", die er anzuwenden ein Recht habe, aber erredete blos davon und unterließ die Anwendung „ans mildem Ge-müt" (S. 544); er ließ sich von seinen „Verbündeten", unter denender Papst obenan stand, an der Nase herumführen; er versuchte sich„in subtilen wälschen Praktiken" ohne Erfolg, denn die Wälschenwaren aus angeborenem Talente noch schlauer als er (S. 545); erverzerrte sein deutsches Charakterbild durch seine abspringende Artund Weise, durch seine geringe Festigkeit, daß etwas heraufkam, waswie durchtriebenste Treulosigkeit aussah. Davon sagt Janssen freilichnichts; er weiß nicht, wie Maximilian den deutschen Orden und Ruß-land gegen Polen ausspielte, bis Sigismund ihm zu Willen war undeinige habsbnrgisch-polnische Familienverbindungen und Erbverträgeeinging, und wie er dann den deutschen Orden angenblieklich fallenließ trotz seiner deutschen Reden und der Betonung seiner Liebe znDeutschland. Janssen weiß auch nichts davon, wie Maximilian mitEngland unisprang, wie er heilige Eide schwur mit dem beruhigendenBewußtsein, daß man sie doch gerade so gut, wie etwas anders ver-gessen könne. (Vgl. Bezold: Gesch. der d. Res. S. 69.)
Im Jahre 1515 siegte Frankreich bei Marignano, Mailand fielin seine Gewalt. Maximilian war wieder Feuer und Flamme. Aber„nach großer Zehrung und Geldverschwendung hat Maximilian nichts