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Regiments wuchs die Macht Maximilians nicht nm einen Zoll. Nurkurz wollen wir erwähnen, daß Maximilian in seinen patriotischenReden vielfach davon spricht, welche Opfer er dem Reiche gebracht.Davon hat das Reich nichts gemerkt. Seine kriegerischen Abentenereienhatten nur Mißerfolge aufzuweisen, sie brachten ihm keinen Vorteilund dem Reiche noch weniger. lind gerade durch diese Mißerfolgedes deutschen Königs wuchs der Einfluß Frankreichs in Deutschlandfort und fort. (S. 428 f.) In dieser unerquicklichen und unfrucht-baren Weise ging es fort, bis endlich das Schicksal dem deutschenKönige zu Hülfe kam.
Der bayerisch-pfälzische Erbfolgekrieg riß für einen Augenblickdie königliche Politik ans ihren Luftbahnen auf reales Erdreich.Maximilian errang kriegerische Erfolge, wie sie in Deutschland langenicht mehr waren erlebt worden. „Der König hat sich gleichsam all-gewaltig über die Fürsten gemacht, und es ist nicht Einer mehr, derihm in irgend einer Sache entgegen zu sein wagt." (S. 533.) DasVolk stand auf seiner Seite. Er war der populärste Mann in Europa.Aber wie faßte er seine Lage auf? Er war geneigt, dieses Ereignis,das ihm als Fnßpnnkt einer realen, erfolgreichen Politik hätte dienenkönnen, „vor der öffentlichen Meinung als eine störende Unterbrechungseiner größeren Pläne zu erklären". War von diesem Nomantikerwohl etwas anders zu erwarten? Eines hatte Berthold fertig ge-bracht: er hatte die Fürsten zusammengehalten, er hatte den Neform-gedanken nicht einschlafen lassen. Berthold war gestorben. Der Mittlerder fürstlichen Kreise war nicht mehr. Sollte nun jeder sich wiederauf sich selbst zurückziehen oder kam eine andere Persönlichkeit, die sichan Bcrtholds Stelle schob? Wir erwarten, daß Maximilian, derSieggekrönte, der von der Liebe und dem Vertraue» des Volkes Ge-tragene, seine Lage erkennen wird. Und was that er? —In meinerbayerischen Geschichte habe ich die Lage also gekennzeichnet: „Im JuniZ505 trat der Reichstag zu Köln zusammen, die Landshnter Sachewurde Reichssache, und mit ihr schob sich Marimilian über alle empor.Er war der Bcsiegcr der böhmischen Ketzer, er hatte eine Popularitätgewonnen, wie kaum je zuvor; um ihn standen die ritterlichen Ver-treter einer jüngeren Generation; der größte Gegner der jnngfürstlichenMächte, das altfürstliche Haus Wittelsbach, war in sich zerrissen undgedemntigt. Es mußte sich widerspruchslos in die Entscheidung des