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Johannes Janssen und die Geschichte der deutschen Reformation : eine kritische Studie
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sondern schlimmer geworden. Die Kurfürsten schoben die Schuld ansden Kniser, dieser uns sie. Wieder kam Maximilian mit den Fran-zosen und Türken. Alle die Mißerfolge, welche ihn seither getroffen,hatten ihn nicht belehrt, lind Janssen ineint nun, die Stände hättenunter der Führung Bertholds von Mainz die Not des Kaisers benützt,die vorhandenen Neste der königlichen Gewalt vollends zu vernichten.(S. 526.) Das war ganz unmöglich, denn der letzte Nest königlicherGewalt war schon lange dahin. Es kam nicht darauf an, das alteGespenst des Kaisertums mit einigen Lappen zu behängen, sonderndie Frage war, ob Maximilian selbst dem leeren königlichen Nameneinen neuen lebendigen Inhalt zu geben vermochte. War das »ochmöglich? Ja! Wir werden es sehen. Denn wie das Interesse desKönigtums und des Fürstentums auseinanderging, so dasjenige dereinzelnen Fürsten. Auch hier gab es keine Einigkeit. Es war alsomöglich, durch die Persönliche Macht und Kraft des einzelnen ansdiesen lose miteinander verbundenen Elementen einen festeren Teilauszuscheiden und um sich zu sammeln, aber zu dem Zwecke hätteMaximilian eben mitten unter die Fürsten treten, er hätte zugleichdas Leben der andern Stände im Auge behalten und sich dort einenStehpnnkt zu verschaffen versuchen müssen. Daß das erstere möglichwar, zeigt eben Berthold von Mainz. Cr war es, der die Fürstenzusammenhielt. Nach seinem Tode fiel alles auseinander. Es kamz» nichts mehr. Aber wie noch heute Janssen die Bedeutung desAngsbnrger Neichsregiments ansieht, so damals Maximilian und diePatrioten. Widerwillig ging der König ans Werk, widerwillig trater als „Präsident" an die Spitze der fürstlichen Oligarchie. Als„machtloser Präsident", sagt Janssen. Wer aber besaß thatsächlichmehr Macht, als gerade Maximilian? Wer hatte die meisten Aus-sichten, innerhalb dieses Fürstenrates nicht nur dem Namen »ach dererste, der Lenker und Leiter desselben zu werden? Janssen redet vondem Opfer, welches Marimilian durch die Anerkennung des Regimentsgebracht habe. Das kann nur ein Kaiserromantiker sagen, ein Real-politiker nicht. lind wie groß das Opfer des kaiserlichen Romantikerswar, zeigen die folgenden Ereignisse. Das Regiment trat kaum insLeben. Maximilian rührte keine Hand, es zu halten, im Gegenteiler that alles, es baldigst wieder zu beseitige». lind so kam, waskommen mnßte: die Unordnung blieb, und trotz der Wcgränmung des