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Johannes Janssen und die Geschichte der deutschen Reformation : eine kritische Studie
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und des mit Frankreich Verbündeten Papsttums. Dem gegenüber sahsich Ludwig der Naher nm sa energischer in die alten deutschen Bahnenzurückgedrängt. Cr vereinigte sich mit den deutschen Städten, betratin Brandenburg den alten Weg deutscher Kolonisation nach dem Osten,schloß ein Bündnis mit England und drängte durch all diese Schritteselbst die Knrfürsten zu einer nationalen Thal: sie erklärten die Un-abhängigkeit des deutschen Kaisertums vom Papsttum. Deutschlandin den Dienst des Nomanismns znriickznzwingen, das war das Be-streben der Gegenmächte, Frankreichs und des Papsttums. Die Ver-suche Ludwigs des Bayern scheiterten. — Karl IV., der Böhmen-Lnxcmbnrger, stand ans anderem Boden. Wenn jener romanischePlan, Deutschland seinem Selbstleben zu entziehen, gelingen sollte,mußte einer Macht entgegengetreten werden, welche bisher der dentschenEntwicklung ihre Nichtnng und innere Kraft gegeben hatte, demStädtetnm, und Karls I V, Politik führte denn auch glücklich oderunglücklich zum ersten dentschen Städtekrieg. Die Städte gingen ansdiesem Kriege nicht siegreich hervor, und ein Ilmstand fällt uns sofortins Auge: jenes Weiterwachsen städtischer Kultur über das ganzeVolk war gehemmt. Die Fürsten ans der einen, der Adel ans derandern Seite verlegten ihr immer erfolgreicher den Weg zu einer ge-sunden Fortentwicklung. Die deutsche Entwicklung ward mit dieserHemmung der städtischen Entwicklung zur Einseitigkeit und der dannfolgenden Zersplitterung gedrängt. Das zeigte sich nicht überall sofort,denn gesundes Leben hat in sich selbst die Kraft einer Fortentwicklungbis zu dem Punkte, wo das natürliche Maß dieser Kraft erschöpft ist.Hätte aber die städtische Entwicklung, wie ihr natürliche? Strebenwar, in den breitesten Volksschichten Wurzel zu fasse» vermocht,hätte sie den Weg zum Bauerntum gefunden »nd gestützt ans diesenKraftfond das deutsche Fürstentum, den dentschen Adel, dav deutscheKönigtum wiederum in den Dienst der dentschen Entwicklung gezwungen,jenes einseitige Auswachsen des Bauerntums z» Übermnt, Borniert-heit und Nohheit, des Bürgertums zur egoistischen KirchtnmSpolitik, zuLuxus und Schwclgerci, des Adels zum Nanbrittertnm, des Fürsten-tums zu teritorrialer Sondernng und zum Absolutismus, des König-tums zu territorialer und familiärer Einseitigkeit und universalerÜberspanntheit wäre vermieden worden, denn eine selbstlebende deutscheKultur hätte sich befruchtend und verbindend zwischen diese Einzel-

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