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Johannes Janssen und die Geschichte der deutschen Reformation : eine kritische Studie
Entstehung
Seite
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miß, daß bei der ersten Ausbildung der Gesellschaft der Wohlstandsich mehren muß, bevor die Wissenschaft beginnen kann. So langejeder mit der für die eigene Subsisteuz nötigen Sammlung von Mittelnbeschäftigt ist, wird weder Mnße noch Antrieb zn höheren Bestrebungenvorhanden sein; unmöglich kann eine Wissenschast entstehen, sondern dasHöchste, was man schaffen kann, wird ein Versuch sein, mit der Arbeithaushälterisch umzugehen und zn diesem Zweck dies oder jenes roheund unvollkommene Werkzeug zu ersinnen, wie es selbst die wildestenVölker zn erfinden imstande sind. Bei einem solchen Znstand derGesellschaft ist die Anhäufung von Wohlstand der erste große Schritt,der geschehen kann, weil ohne Wohlstand keine Mnße, und ohne Mnßekeine Wissenschaft möglich ist". Diese Worte Bncklcs (Gesch. der(Zivilisation von England I. 31) können wir im allgemeinen alsGrundlage aeeeptieren.

Janssen bespricht zunächst die kaufmännischen Innungen undGenossenschaften, welche in den einzelnen Städten bestanden und dieGesamtheit der Städte in ihrer Art wieder verknüpften; er betrachtetdie Gesamtvereine deutscher Kanflente im Auslände, die gemeinedeutsche Hansa, den Handel und die Ausbreitung des Handels derHanseaten, der süddeutschen Städte, den deutsch - venetianischen Handelund kommt zn dem Schlüsse, daß Deutschland der Mittelpunkt desWelthandels gewesen. Ans S. 361 betritt er mit uns die neu ent-deckten Bahnen, vor allem den Seeweg nach Ostindien. „Durch dieEntdeckung des Seewegs nach Ostindien wurde der Hanptstrom desWelthandels, der Asien und Europa verknüpfte, ans der Mitte Europasheraus gegen Westen ans das Meer hin verlegt und dadurch dieStellung Deutschlands zn diesem Welthandel wesentlich verändert.Aber diese Umgestaltung war keineswegs die erste und einzigeUrsache des späteren Handelsverfalles der süddeutschen Städte, siewirkte vielmehr, so lange Portugal im Besitze des Handels blieb, be-lebend und fördernd ans diese Städte ein." Also nicht die erste undeinzige Ursache der Krankheit! „An den portugiesischen Entdeckungs-fahrten selbst nahmen die Oberdeutschen den lebhaftesten Anteil, undauch die Hansa stellte zn denselben manches gute Schiff." Janssen teiltnun in einigen Sätzen die Anteilnahme der Deutschen an diesem neuenHandel mit. „Die Gesellschaft deutscher Kanflente in Lissabon durfteim Lande gebaute Schiffe von jeder Größe mit allen den Portugiesen