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gewicht. Sie wirken dann auf einander ein und bedingen sich gegen-seitig, so daß die zunehmende Bodenkultur das Gewerbe, dieses denHandel fördert, »nd Gewerbe und Handel wieder eine Vervollkomm-nung des landwirtschaftlichen Betriebes hervorrufen. In dieser Wechsel-wirkung und dem Gleichgewichte der großen Arbeitsgruppen liegt dieeigentliche wirtschaftliche Kraft eines Volkes. Tritt eine wesentlicheStörung ein, überwuchert der Handel und der Handclsgeift die waren-erzengende, wcrtschaffendc Arbeit, und befördert er einen übertriebenenLuxus, so erfolgen für das Volk große wirtschaftliche und in Ver-bindung damit große sittliche Schaden, die dann ihrerseits vor allemdas religiöse Leben verkränkeln und zerrütteten. Die Schäden ver-schlimmern sich in demselben Grade, in welchem es dem Einkommenaus arbeitslosem Erlverb, dem Kapitale gelingt, zu seinem Wucher-Vorteil und zur Ausbeutung der arbeitenden Menschen das Verkehrs-wesen zu beeinflussen." (S. 2K5 f.)
Mit dieser Einleitung führt uns Janssen in sein drittes Buch,welches er in drei Abschnitte zerlegt: das landwirtschaftliche, das ge-lverbliche Nrbeitslebcn, der Handel und die Kapitalwirtschaft. Wirsehen uns diese Einleitung etwas genauer an. Bei dem ersten Ab-schnitte erinnern wir nochmals daran, wie Janssen die Dinge im Zu-sammenhang zu erkennen vermag, wenn er sich von der Sache leitenläßt. Zu dem zweiten Abschnitt ist nichts zu erwähnen, als daßJanssen hier von der Bedeutung des Handels als internationalerMacht eine wenn auch sehr allgemeine Vorstellung hat. Der dritteAbschnitt ist für uns wichtiger. Das Gleichgewicht der wirtschaftlichenThätigkeit wird dort auf die Gesundheit des Volkslebens basiert.Dabei hätte Janssen stehen bleiben müssen und ganz genau unter-suchen, ob dieses Gleichgewicht bestand oder nicht, ob die gesunde Ent-wicklung gestört wurde oder nicht. Er aber greift vor. Er packt denTündenbock. „Überwuchert der Handel und der Handclsgeist" —dann ist alles am Ende. Damit aber zerstört sich Janssen seineGrundlage, er entzieht, wie wir sehen werden, seiner Erkenntnis denfesten Boden. Denn für jeden ist es wohl klar, daß die Gesundheiteines Volkes, das Gleichgelvicht tinter den verschiedenen Arten seinerwirtschaftlichen Thätigkeit, nicht durch sich selbst gestört werden kann,daß an ein Überwuchern des Handelsgcistes nicht zu denken ist, solange diese Gesundheit besteht. Also der erste Faktor ist die Störung