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Deutschland die sittliche und materielle Macht »och vorhanden war,nicht nnr Deutschlands Lebe» in einer geordneten Entwicklung zu er-halten, sondern auch ans die Entwicklung Europas ein großes Gewichtauszuüben. Wir bestreiten das gewiß nicht, fiigen aber hinzu, daßein Mann kommen mußte für Deutschland, der diesen Kräften eineeinheitliche lebendige Seele zu geben gewußt, der die Leute gezwungenhätte, statt ans die Kaiserherrliehkeil der Vergangenheit ans die Not-wendigkeit der Gegenwart zu sehen, lind ob dazu die Kraft einesMannes überhaupt ausgereicht, ob es hätte gelingen können, die No-mantiker in Deutschland zu wahren Realisten heranzubilden und ihnenzugleich den natürlichen Rückhalt an dem mächtig emporstrebendenNomanismns abzuschneiden, ist denn doch eine Frage, die nicht imHandumdrehen zu beantworten ist. Jedenfalls aber ist das Einesieher, daß der Mann nicht kam, und wenn wir nns und nnserer An-schauung getreu bleiben, müssen wir sagen: er konnte nicht mehrkommen. Daß das Streben zur nationalen Einheit vorhanden war,erkennen wir allein schon an dem Erfolge Luthers ans dem Gebieteder Sprache. Eine gleich mächtige Persönlichkeit ans politischem Ge-biete hätte gewiß vieles leisten können, aber sie hätte in erster Liniedarauf verzichten müssen, „Großes ausführen" zu wollen. Nnr lang-sam, mit nngehenrer Mühe und Arbeit, mit einer Selbstlosigkeit undSelbstverleugnung ohne gleichen hätte ein solcher Staatsmann dasdeutsche Volk ans dem Einzelleben der politisch fest begründetenGebilde zu einem Gesamtleben wieder hinüdcrznführen vermocht,er hätte sich dazu nicht theoretischer Maximen, sondern aller derkleinen und kleinsten Mittel bedienen müssen, welche das Lebenselbst geschaffen hatte und ihm an die Hand gab. lind ob dazu dieZeit noch angethan war, ob es die steigende Not zugelassen hätte,diese langsam sichtende Arbeit zu Ende zu führe», bleibt immer nocheine Frage. Wir meinen, dem Manne hätte sieh am Ende als Er-gebnis Heransstelle» müssen, daß ihm zu dieser Arbeit gerade die Zeitfehlte, welche ein Friedrich III. ans deutschem Throne saß, denn dasist die Zeit, in welcher das politische Einzcllcben ins Extrem hinans-ivnchs und sich zum trennenden Elemente gestaltete, ein Element,welches entweder nnr noch mit Gewalt niedergeworfen werden konnte,oder welches man der Zeit überlassen mußte, es zum Verwittern zubringen. Das aber auch ist die Zeit, in welcher ein Maximilian zum