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Johannes Janssen und die Geschichte der deutschen Reformation : eine kritische Studie
Entstehung
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von Zlvctcr znriickgetretrn war. Janssen lehnt sich bei der Darstellungdieser Dinge fast ganz an diejenige Hollands an, »nd doch läßt erden bestehenden Gegensah nicht in seiner ganzen Schärfe hervortreten,^.schreibt das Lied, als dessen Verfasser Holland — und das scheint'' uns die richtige Fährte zn sein — einen Geistlichen bernintet, „derfürstlichen Seite" zn, und trotzdem er sonst fast alle Citate Hollandsmitteilt, finden wir jene charakterisierenden Verse, welche gerade diesenGegensatz deutlich hervortreten lassen, nicht bei ihm. So setzen wir siedenn zur Vervollständigung der Iansscnschen Darstellung hierher:

„Angspurg hat am weisen rat:

DaS brüst man an ir kecken tatMit singen, tichten und clasfen.

Etz Hand gemacht nin singschulUnd setzen oben nf den stnhlWer übel redt von pfaffen "

Diese Gegensätze aber bestanden, und es ist nnhistorisch, sie ver-wischen zn wollen. An diesen Gegensävcn rankte sich das erwachendepolitische Denken des Volkes empor, und auch das ist ein neues Ele-ment gegen früher, ein Element, welches ans den Wechsel vom theo-logischen Staate zum weltlichen bereits hindeutet. Ans derselbenAngsbnrger Singschnle teilt Holland ferner ein Lied von Ulrich Wiestvom Jahre 1119 mit. In diesen Versen wird uns der Mißbrauch,der von geistlicher Seite mit dem Opfermut des Volkes getriebenward, vor die Augen gerückt. Wir teilen dieselben mit, um der ein-seitigen Behandlung Ianssens die treuere des Literaturhistorikersgegenüberzustellen:

„Den gaistlichen ist almusen nit gegeben,daß si der Christenheit sola widerstreben,si füren unordentlichen ir leben:das almnsen tnrnieret nnde sticht,das almnsen daS hadert nnde ficht,das almnsen treibt alle nngeschicht.

Das almnsen das ludert unde spilt,das almusen das raubet nnde stilt,das almnsen kainer Büberei bevilt,das almusen hovieret unde singt,das almusen all unrecht verbringt,das almusen das jaget nnde baist, (beizt)