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Enehklopädie der damaligen Lebensweisheit in Poetischer Form, ilberdie romantische Geschichtsanschannng dieser Straßburger Herren »Verdenwir noch zu sprechen haben. Demokratie und Weltkaisertnm — dassind die beiden Pole, zwischen denen sich mit wenigen Ausnahmen nndVariationen all jene Mächte der Vergangenheit bewegten, so Braut,so später der Adel unter Sikkingen, so die Bauernschaft in Frankennnd Schwaben, so die Städte. Das Fürstentum, wie es ebenso ansder deutschen Entwicklung historisch hervorgegangen war, stand alldiesen Phantasien im Wege. Das hätte nun an nnd für sich nichtszu sagen gehabt, wenn nur die Demokratie selbst in ihren Zielenklarer nnd positiver geworden, zu größerer Einigkeit nnd damit zu derMacht gelangt wäre, das ans den aristokratischen Mächten der Ver-gangenheit ruhende Kaisertum zu einer inneren Umwandlung zu ver-mögen. Aber eben dem stand ebenso die historische Entwicklung inDeutschland im Wege, nnd über sie hinwegzukommen, war leider mitromantischen Phantasien und Phrasen nicht möglich.
Wir inenden uns zunächst mit Janssen nach Straßbnrg zu Geilervon Kaiscrsbcrg. „Er war dort der Mittelpunkt eines ansehnlichenKreises hochbegabter Männer der Wissenschaft, auf welche die „Königindes Oberrheins" mit Freude nnd Stolz Hinblicken konnte. Als scho-lastischer Theologe, als eifriger Förderer der christlich hnmanistischenStudien nnd als Kanzelredner gehörte er durchaus der Geistcsrichtnngseines Lehrers (Heynlin von Stein) an nnd beschließt mit diesem nndseinen beiden andern Freunden Johann Trithemins nnd Gabriel Vieldie Reihe der großen mittelalterlichen Gottesgelehrten. Gerade seine »
tüchtige scholastische Durchbildung befähigte ihn zu seiner klaren, durch-greifenden, volksmäßigen Predigtweist. Seine biblischen nnd patristi-schen Kenntnisse waren gründlich nnd umfassend. Er empfahl eifrigstden Theologen das Studium der hl. Schrift nnd der Kirchenväter,aber er hielt gleichwohl an dein berühmten Grundsätze fest: „DerAnfänger in der Theologie soll nicht zuerst zu jenen alten nnd ehr-würdigen Vätern, welche als die Lichter nnd Säulen unserer Kirchegelten, sondern vielmehr zu. den neueren nnd scholastischen Theologensich wenden, die mit Aufstellung von Qnästionen vorgehen. DieseOnästionen sind nämlich vortrefflich geeignet, zu Disputationen einzu-laden, die Einwürfe der Häretiker zu beseitigen, den Verstand zuschärfen nnd die dem äußern Anschein nach sich oftmals widersprechenden