Twngrschirlltr und Ouinrn.
Scbiv echten findet sich als OrtSnaine zweier iin Kreise Stendal in der Altinnrk gelegenerDörfer, Groß- nnd Klein-Schwechten. Beide kommen in Urknnden schon im 13. nnd14. Jahrhundert vor, znerst sond ich sie 1269 verzeichnet. Die älteste Form des Nnmensist Grotinswachten für Groß-Schivechten bei Riedel ooclex ckiplow!,.!:. UräbAs. V. 3V. 31.im Jahre 1209 nnd Luttekin oder Lnttiken - Klein-Swechten ebenda 136 >. Daneben finden sich nochdie Formein Suechten, Swechtin, Zwechten, Swecten, Sweethen; ob auch Swochin und Suedendazu zu rechnen sind, ist mir fraglich.
Groß-Schivechten ist eine deutsche, Klein-Schwechten eine wendische Gründung, letzteresist daher, wendischem Gebraoche entsprechend, in Hufeiscnform gebaut (Schütze) nnd liegt1 Km westlich von der Uchte, einem kleinen Nebenflüßchen der Elbe entfernt; Groß-Schivechtenliegt ca. 4 Irm von Klein-Schwechten südwestlich nnd soll von der alten 1465 ausgestorbenenFamilie der von Schadewachten in Stendal erbaut oder angelegt sein, nach der noch hent inStendal eine Straße den Namen „der Schadewachten" führt. Jedenfalls entspricht der deutscheUrsprung von Groß- nnd der wendische von Klein-Schwechten auch den Angaben von Parisiusin den „Bildern aus der Altmark von Dietrichs und Parisius" Bd. I, Seite 257, dort heißtes: Finden sich in der Altmark zwei Dörfer gleichen Namens, die sich durch die VorsilbenHoch oder Hohen und Sied oder Sieden — Niedrig, oder aber Groß und Klein unterscheiden,so ist mit sehr wenig Ausnahmen das hohe oder kleine Dorf eine wendische, das siede odergroße Dorf eine deutsche Ansiedelung.
Eine durchaus sichere Bedeutung des Namens Schmechten zu erforschen, ist mir bishertrotz vieler Blühe nicht gelungen. Einige leiten den Namen mit Rücksicht auf die eben er-wähnte angebliche Gründung von Groß-Schivechten durch die Schadewachten von diesem Namen her.Ganz abgesehen aber von grammatischen Schmierigkeiten, auf die diese Ableitung stößt, erscheintSchmechten bereits neben Schadewachten vielfach in alten Urkunden zum Teil sogar früherals Schadewachten. Letzteres bedeutet nach Förstemann (altdeutsches Namenbuch I, 1078 undGötze, Urkundliche Geschichte der Stadt Stendal Seite 30) wahrscheinlich nichts anderes als„Schntzwacht."
Von einigen Forschern (N. Kapff) wird ein Znsammenhang von Schmechten mit sweiga —sweige — Schwaige vermutet. Schwaig bedeutet eine Ninderheerde, dann einen Viehhof, be-sonders inmitten fruchtbarer Weideplätze und hängt zusammen mit swügan (rauschen). Wienun snuchan (schweifen), das vielleicht damit urverwandt ist, bisivichida bildet, so kann manaus swciga die Form sweigida, swechta, Schwechte ableite». Dann wäre also der Ortsnameetwa zu erklären: „bei den Viehhöfen" den „Schwecheten".
Die wahrscheinlichste Deutung von Schmechten ist aber nach R. Kapff aus ze Uochten,ze Uachten — bei der Uchte; wie erwähnt liegen beide Dörfer unweit dieses Flüßchens. Höchte— Uchte selbst, die Zeit der Morgendämmerung, hängt dann zusammen mit einem Zeitwort,das hervorquellen, sich regen bedeutet.
Daß der Familienname Schmechten von dem Ortsnamen hergeleitet ist, geht zweifellosaus den Angaben Götze's in seiner Geschichte der Stadt Stendal, Seite 262, hervor, wonachmittelalterliche Bürgernamen unter anderen sehr gewöhnlich von der Oertlichkeit und der Her-kunft gewählt wurden. In den noch vorhandenen Schoßregistern Stendals von 1479 und 1486findet sich Swechten 11 mal (Schadewachten 2mal). Seite 265 ebenda erwähnt Götze: Nurder ganzen Bevölkerung trägt solche Namen, welche von Hause aus Personennamen sind,etwa 2/g der Gesammtheit ist nach Stand und Gewerbe oder sonstigen Beschäftigungen genannt;ungeheuer groß dagegen und nahezu die Hälfte der gesammten Bevölkerung, gegen 49 v. H.