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Schönhausen und die Familie von Bismarck
Entstehung
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Charakteristik der Fürstin,

nur vergessen ließ, sondern auch überwand, ist sie bei ihren reichen Gabendes Gemüthes und des Geistes der anregende Mittelpunkt, das Herz desHauses geworden, in dem nach Gottes Vorsehung Kräfte gesammelt, Plänegeschmiedet und neue Lust zu Thaten, welche die Wohlfahrt und das Heil desgroßen Baterlandes begründeten, geschöpft werden sollte. Wenn besonders inden letzten Jahren aus allen Gauen Deutschlands Männer und Frauen auchihr huldigend nahten, ihr, die echt frauenhaft für des Vaterlandes Wohl undWehe ein warmes Herz besaß, aber nie einen bestimmenden Einfluß auf dasöffentliche Leben zu gewinnen suchte, so huldigten sie nicht nnr der Edeldamevon Herz und Gemüth. Sie war ein Vorbild, eine Perle Deutscher Frauen,deren stilles Walten am häuslichen Herd Segensspuren nicht nur für ihreFamilie, sondern auch für das Vaterland verbreitete. Nach ihres HausesWappen war der Dreieiuige ihre Stärke, Aus diesem Quell floß ihr un-wandelbarer Geist und ihre Selbstaufopferung, ihre rührende Geduld und ihreErgebung in den Schmerzen ihrer Krankheit.'^) Im Rückblick auf ihr Leben,welches sich bald durch Lieben, bald durch Leiden so tief das Gepräge desgöttlichen Meisters der Liebe hat eindrücken lassen, darf man bekennen: derHerr hat Gnade zu ihrer Reise gegeben. Ohne Johanna v. Puttkamerdürfte unser Volk wohl kaum des heute noch unter uns lebenden, siegreichüber der Vergangenheit stehenden Titanen sich rühmen. Wie als 22jährigeJungfrau hing sie noch als 70jährige Greisin mit derselben Treue an ihm.Ihr Glaube an seine Schickung und die tiefe Liebe ihres Frauenherzenswaren die starken Schwingen, welche in schwerster Zeit den verwundeten undermatteten Helden täglich über Menschenverachtung, Ekel und Lebensüberdrußin eine stille Welt emportrugen, in welcher deutsch-inniges Familienglück unddeutsche Frauenliebe wohnten. Mit dem klaren, seelenvollen Blicke trocknetesie ihm sorglich die erhitzte Stirn und breitete besänftigend die Atmosphäreunverlöschlicher Liebe gleich einem stillen Heimathsfrieden um ihn. DasVerhältniß Beider zueinander ist das historisch nur einmal vorher gelösteProblem einer durchaus glücklichen Ehe eines Genies gewesen. Seit Deutsch-lands Reformator mit seiner Käthe hat niemals ein Mann von großer Rasseseine Frau als ebenbürtige Lebensgefährtin in den engsten Einklang mit seinemganzen Denken, Fühlen und Wollen gebracht, Friedrich der Große, Rousseau,Kant, Napoleon, Herder, Goethe Keiner außer Luther und Bismarck haben

gf. Ein Geburtstagsstrauß zum 11, April, von Adolf Strecker,