Vereinigung beider Rittergüter in der Hand des Fürsten,
113
Zum 70, Geburtstage des Reichskanzlers beschloß am 23, März 1885das Komit6 für die Bismarck-Stiftung, zu welchem unter dem Vorsitz desPräsidenten vom Herreuhause, des Herzogs von Ratibor, der Landesdirektorv. Bennigsen, Felix Dahn, Dietze, Georgi in Leipzig, Gneist, der Präsidentdes Abgeordnetenhauses v. Köller, Frhr. v. Lerchenfeld aus München, v. Levetzow,Miquel aus Frankfurt n. s. w. gehörten, von der Summe von 2 174 000 M.,welche das dankbare deutsche Volk gesammelt hatte, „1 150 000 M, zur Er-werbung des seit dem Mittelalter besessenen v. Bismarck'schen StammgntesSchönhansen, auf dessen erstem Antheil der Kanzler geboren ist und seineJugenderziehung erhalten hat, dessen größerer Antheil aber der Familie vorfünfzig Jahren unter der wirthschaftlichen Ungunst der Zeit verloren gegangen,auf Grund einer abgeschlossenen Punktation zu verwenden, Die übrigenFonds wurden dem Reichskanzler zur freien Verfügung für öffentliche Zweckegestellt".
So wurde denn der seit dem Tode des Landraths August getrennteBesitzantheil wieder in einer Hand mit dem Stammgute vereinigt.
o) Georg Friedrich Wilhelm, der jüngste Sohn Alexander Wil-helms, ^ zu Schönhausen 16. August 1746, p ebenda unvermählt 28, März 1800,Rittmeister und Domherr zu Havelberg, Er übernahm nach seines VatersTode Schönhausen 11 und vererbte es an seinen älteren Bruder AugustAdam Heinrich (ei, oben).
Noch ist zu nennen die jüngste Tochter des Landraths August:7. Dorothea Sophie, ^ zu Schönhausen 4. Dezember 1705, f ebenda5, Dezember 1750. Sie lebte unvermählt in einem ans dem Gehöft vonSchönhausen 1 erbauten Hause, welches heute als Wohnung für Kutscher undDiener benutzt wird. Sie war eine dichterische Natur, wenigstens finden sichvon ihr allerlei Gratulationsschreiben in poetischer Form an ihren Vater undan andere Anverwandte im Archiv zu Schönhausen.
Schmidt, Schönhausen,
8