Das Schloß von Schönhausen II.
101
Ein großes hölzernes Kruzifix bildet die höchste Merkwürdigkeit der Kirche.Es ist vielleicht byzantinischen Ursprungs, jedenfalls um Jahrhunderte älterals der ganze Bau und insofern von hohem Interesse, als der Gekreuzigte hierganz ausnahmsweise ohne Krone dargestellt ist. Dies Kruzifix, welches einenBrand im Innern des Gotteshauses nicht überdauert haben würde, hattefrüher wohl seinen Stand vor dem Hochaltar und wurde nun an der innerenSüdwand untergebracht und leider wie das ganze Innere mit Kalkfarbeüberstrichen.
Las Schloß vom zweiten Mttcrjih.
Auch die durch den Krieg völlig zerstörte Orgel, welche 1674 nothdürftigneu gebaut worden war, wurde einer Renovation unterworfen. 1712 warder ganze innere Ausbau mit dem großartigen herrschaftlichen Chore, einerausgezeichneten, reich ornamcntirten Schnitzarbeit in Eichenholz, vollendet.Zum besonderen Schmucke des Gotteshauses gereicht das prächtige schonerwähnte Grabmonument von August I. und seiner Gemahlin.
Im Jahre 1730 führte der Landrath August auch den Ausbau vomSchlosse des zweiten Rittersitzes, wohl an der Stelle, wo einstmals der Barde-leben'sche Hof gestanden hatte, zu Ende.