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Schönhausen und die Familie von Bismarck
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Der Generalmajor Friedrich Christoph.

1677 führte er seine Kompagnie zum blutigen Angriff auf Stettin, bises sich dem Kurfürsten ergab. Im folgenden Jahre bekleidete er beim Regi-ment Kurprinz, welches als eins der ersten die Küste von Rügen betrat, dieStelle eines Majors und nahm nach der Eroberung der Insel an der Be-lagerung von Stralsund und Greifswald Anthcil. 1679 nach Preußen be-ordert, kam er den dort eingedrungenen Schweden so unerwartet über denHals, daß sie zum schleunigsten Rückzug gezwungen wurden. Nachdem er 1680definitiv zum Major bei seinem bisherigen Regiment ernannt und bei derMusterung 1686 vom Kürprinzen mit dem Ordenskreuz begnadet wordenwar, begleitete er mit seinem Bataillon den Generallieutenant v. Schöningauf dessen Zuge nach Ungarn und wohnte der Belagerung und Eroberungvon Ofen bis zum Ende bei. Während er nach seiner Leichenpredigt (imArchiv zu Schönhauser:)bei den gefährlichsten Okkasionen unbeschädigt nureinmal von einem Steine getroffen wurde und in vielen ausgestandenen Ge-fahren immer unverletzt blieb", wird an anderen Orten von einer schwerenBlcssur des Majors v. Bismarck im brandenburgischen Infanterie-Regimentunter dem Kommando des Obersten v. Welling am 3. August 1686 berichtet.Nachdem er bereits seit 1688 das Regiment Kurprinz als Oberst geführtund bei der Belagerung von Bonn neue Beweise seiner Tapferkeit gegebenhatte, wurde er bei Eröffnung des Feldzuges nach Brabant am 29. Juni1690 zum Obersten des von der Marwitz'schcn Regiments und am 4. Oktoberdesselben Jahres zum Kommandanten von Küstrin ernannt. Schwerer lang-wieriger Krankheiten halber mußte er nunmehr auf die Theiluahme an Feld-zügen verzichten. Am 10. Mai (nl. 20. 6.) 1704 erhielt er als ältesterOberst und Kommandant von Küstrin das Patent als Generalmajor.

Am 14. November 1685 wurde er zusammen mit seinem Bruder Ludolfmit Schönhausen belehnt. Nach dem Tode seines Vetters, des Ritterschafts-dircktors Levin Friedrich auf Crevese, muthete er als Senior des Geschlechts beimFürsten zu Anhalt die Lehen über sechs Hufen Landes im Amte Kalbe als alt-bismarck'sches Lehen und verafterlehnte sie am 23. April 1697 an die FamilieBlume zu Burg, Perleberg und Loburg.

Er war vermählt: I. 24. Januar 1681 mit Luise Margarete v. d.Asseburg a. d. H. Neindorf und Falkenstcin (* 24. Februar 1652, si 28. De-zember 1698). II. 20. Januar 1700 mit Margarete Helene v. Wulfsen,