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Schönhausen und die Familie von Bismarck
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Valentin Busso v. Bismarck.

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Valentin Bnsso, Erbherr auf Schönhausen und ^2 Briest, der dritte Sohndes Valentin, " 15. September 1613, f 17. Mai 1679, nach dem Todeseines Vaters unter der Vormundschaft von Johann Georg Vitzthum v. Eckstädt,Christoph v. Bismarck auf Crevcse und Fritz v. Möllendorff auf Hohen-göhren, welche für ihn und seine unmündigen drei Brüder am 13. März 1621die väterlichen Lehen muthen. 1635 studirte er mit seinem jüngeren BruderGeorg Friedrich in Helmstedt. Beim Tode seiner Mutter in Kriegsdienstenabwesend, später Hauptmann in der Armee des Großen Kurfürsten. Als inder Osterzeit 1642 sein väterliches Schloß in Rauch aufging, befand er sichunter den von Havelberg nach Süden ziehenden schwedischen Truppen und sahSchönhausen brennen. Die Leichenpredigt seiner Mutter, welche unrichtigerWeise angiebt, daß er in kaiserlichen Diensten gestanden habe, ist erstzwei Jahre nach dem Tode der Mutter gedruckt worden, als alle märkischenEdellcute aus kurfürstliches Geheiß die fremden Kriegsdienste längst verlassenhatten. Er kämpfte ebenso wie sein älterer Bruder August und wie die meistenmärkischen Edelleute auf schwedischer Seite.

Da er als Jüngling seine Hcimath verließ, hatte diese schon schwerunter den Drangsalen des großen Krieges gelitten. Aber welch jammervollesBild bot sich nunmehr seinen Blicken dar: überall verwüstete Felder, aus-gebrannte Dörfer und rauchende Trümmerhaufen. Der Ort, wo er die Tagefroher Kindheit verlebt hatte, zeigte, verlassen von den Bewohnern, diefrischen Spuren grausiger Verwüstung, vom Schlosse seiner Väter ragtennur öde Mauern und der hohe Schornstein aus dem ranchenden Schutt empor.Als Thränen seinen Augen entströmten und er auf die teilnehmende Frageseiner Waffcngenosscn nach der Ursache seines Kummers das vor ihnen liegendeverheerte und ausgebrannte Dorf als sein Erbe und das Gut seiner Väterbezeichnete, sprach ihm sein Hauptmann freundlich Trost zu.

Die Schicksale seines Lebens werden durch die Inschrift auf seinemGrabmal zu Schönhausen geschildert:Wenn man meinen Jammer wäge undmeine Leiden zusammen in eine Waage legte, so würde es schwerer sein alsder Sand am Meere" (Hiob 6, 2), daneben der Spruch (Ps. 92):Wie derHirsch schreit nach frischem Wasser, so schreit meine Seele Gott zu Dir".

Sonst ist nur noch von ihm bekannt, daß er am 15. Januar 1645 zu-sammen mit seinen beiden Brüdern vom Kurfürsten von Brandenburg mit dem

Schmidt, Schönhausen. g