Vertauschung von Burgstall,
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jüngeren Linie — nach der Stammtafel S. 32 rechte Vettern —, kames jedoch nicht in den Sinn, spekulativ berechnend die Lage der Sache zuihrem Bortheil auszubeuten. Wenn sie einmal mit schwerem Herzen vondem Orte, Ivo ihre eigene und der Väter Wiege gestanden hatte, scheidenmußten, dann wollten sie wenigstens ihre neue Häuslichkeit nicht in zu großerEntfernung von der alten Heimath gründen, und so begnügten sich dennHeinrich und Friedrich v. Bismarck für ihren Antheil an dem väterlichen Gutemit der Propstei Crevese und mit einer Anzahlung von 2000 THIrn. und600 Gulden, welche letztere als Schlüsselgeld für ihre Ehefrauen „zur Beschwichti-gung ihrer Wehklagen" gegeben werden sollten.
Die beiden anderen Brüder Jobst und Georg, welche dem Hauptmannzu Ziesar Kaspar v. Arnim erklärten, daß sie zur Abtretung ihrer Hälftenicht abgeneigt wären, wenn ihnen dafür das Kloster Arendsee mit den dazugehörigen Dörfern und Gütern nach „AusHandlung der Klostcrjungfrauen"eingeräumt würde, empfingen schließlich als noch viel bescheidenere Entschädi-gung für ihren Antheil an Burgstall das Amt Schönhausen mit den DörfernSchönhausen und Fischbeck und drei Viertheilen der Feldmark Kartzow, sowieeine Baarzahlung von 2100 Thlrn. und gewisses Baumaterial zu baulichenEinrichtungen. Die jährlichen Hebungen aus beiden Dörfern bestanden in201 Gulden, 17 Schillingen, 3sts Pfennigen, in 3 Wispel Roggen, 17 WispelGerste, 88 Wispel Hafer und in 195 Rauchhühncrn. Von ihren früheren zuBurgstall gehörenden Besitzungen verblieben ihnen Bethen, Schwarzlosen,Döbbelin, Bindfeld und gewisse Hebungen und Renten zu Bellingen, Insel,Gohre, Ostheeren, Dahlen, Gr. Möhringen und Beelitz. Für das DorfTornow, welches sie zu behalten wünschten, zahlte der Kurprinz 600 Thlr. Vonden Feldmarken Briest und Ostermarke überließ er ihnen die Hälfte mit demHütungsrechte sowie der Hasen- und Rehjagd auf halber Flur. Als Wittwensitzfür ihre alte Mutter Hedwig v. Döbcritz, für welche die Söhne ein Haus inStendal zum Wohnsitz beanspruchten, stellte er ihnen die Einräumung desHauptmannshauses zu Schönhausen und zur Vergrößerung der Feldflurden Möllenbeck'schen Hof in Aussicht. Die Mast in der Tanger'schen Forstwurde ihnen für 14/s Schock Schweine zugestanden. Endlich sollten die bis-herigen Fuhrverpslichtungen der Gemeinde in andere Hofdienste umgewandeltwerden.