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Schönhausen und die Familie von Bismarck
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Rathenow.

Eindeichungen der Elbe abgewonnen, zeichnet sich vor den Fluren der benachbartenzumal mehr östlich gelegenen Dörfer, wo der Wind mit dem Boden spielt,indem er ihn hier aufwühlt und dort zu kleinen Hügeln aufthürmt, vortheilhaftaus. Das beweisen die zu den Bauernhöfen gehörigen mächtigen Scheunen.

Die Dorfstraße in einer ganz überraschenden Breite, wie man sie kaumirgendwo in den mehr südlich gelegenen Theilcn der Provinz Sachsen findenwird, zieht sich in weitem Bogen nach Osten und Süden umbiegend hin.Die Gehöfte nach Art der alten Sachsenhöfe gebaut, mit dem Giebel nach derStraße und mit der Front dem Hofe und den Stallungen zugewendet, be-zeugen, daß der Schönhausener nach alter Väter Sitte seine Aufmerksamkeitmehr auf das Innere der Wirtschaft als auf die Begebenheiten und Neuig-keiten draußen hinlenkt. Und die Reihen schöner Bäume zu beiden Seitender Straße bekunden den lebendigen nicht nur auf das Praktische HingerichtetenSinn der Bewohner.

Oorsstraße in Schön Hausen.

Im Osten begrenzen den Horizont Kicfernschonungen und Nadelhölzer.Hinter ihnen liegt Rathenow, wo einstmals, durch die kluge Umsicht des Land-rathes Jakob Friedrich v. Briest auf Böhne fein eingefädelt, der erste Schlaggegen die das Land überschwemmenden, übermüthigen Schwcdenhorden fiel,und weiter dahinter Fehrbellin, wo Brandenburgs großer Kurfürst mit demPrinzen von Homburg das feindliche Heer in wilder Verfolgung verjagteund der nach Frieden verlangenden Mark Ruhe und Ordnung zurückgab.Durch das Ucbergewicht der bäuerlichen und der Rathenower Stimmen (31,