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Geschichte der Freiherrn von Regensberg : Ein Beitr. z. zürcherischen Landesgeschichte
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zusammengekommen war, um diese Sache zu ordnen, dass er keinerleiAnsprache an die Fischenz beim Kloster Fahr habe *).

Wohl kurz vor diesem Tage war sein Vater gestorben. Dieser,durch den Eid gebunden, den er seiner Mutter Adelheid einst ge-leistet, hatte die Burg Balm trotz aller Not doch festgehalten. DerSohn, der sich nicht mehr verpflichtet fühlte, beeilte sich, auch diesesletzte Besitztum, über das er freilich ja seit langem nicht mehr freiverfügen konnte, preiszugeben. Schon am 27. Juni 1326 übergab erzu Brugg die Burg vollständig an den Herzog Albrecht von Oesterreichund dessen Brüder 2 ).

Damit hatte er auch den letzten festen Sitz verloren und gingnun nach Zürich, wo er sich wahrscheinlich dauernd niederliess. Vonhier aus gab er am 4. Juni 1327 noch sein Gütlein bei Vollenmoosdem Albrecht von Kloten, Bürger von Hegensberg, der es bisher alsLehen inne gehabt, zum Eigentum 3 ). Am 3. Februar 1328 ver-verzichtet er auf den Zehnten, eines frühem Untertanen von Regensberg 4 ) Am Weihnachtsabend 1331 wird er endlich vom Schultheissen zuZürich der Frau Anna Fütschi, Ritter Johann Fütschi sei. Wittwe,als Vogt gegeben 5 ) und veräussert als solcher alsbald zwei Güter der-selben zu Madetschwil an die Propstei Zürich.

Dies ist das letzte, was wir über den Freiherrn vernehmen; mitihm starb auch die Linie Neu-Regensberg aus 6 ).

Wie der Anfang der Familie der Regensberger im Dunkel liegt,so ist auch der Ausgang derselben uns verborgen. Aber ihre ganzeGeschichte ist ein treues Abbild ihrer Zeit. Im 12. Jahrhundertkommt besonders in Folge der Kreuzzüge der Adel empor, er-ringt Ehre und Ansehen; im 13. vergisst er vielfach seinen hohen Be-ruf, wird üppig und verschwenderisch; die Zeit des Faustrechts ver-

') Reg. Einsid., Nr. 246.

s ) Reg. Lichnowski III, Nr. 710.

3 ) Reg. Einsid., Nr. 249.

4 ) St. Arch. Zeh., Obmannamtsurk. 83.

5 ) Scheuchzer, Cod. dipl., Nr. 1115 a.

5 ) Zwar wird uns später noch ein Johannes von Regensberg genannt,der um 1413 (Schweiz. Museum III, pag. 934, nach P. Wulberz) auftretenund (nach Ulrich von Richental, Beschreibung der Constanzerkirchenver-sammlung) 1415 am Conzil zu Constanz teilgenommen haben soll. Dochhat derselbe nach Zeller-Werdmiiller wohl nie existiert und ist, wiemanches andere, eine Erfindung Ulrichs von Richental.