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Geschichte der Freiherrn von Regensberg : Ein Beitr. z. zürcherischen Landesgeschichte
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Der geringfügige Rest des regensbergisclien Besitztums, die BurgBalm und ihre Umgebung, war dagegen an den ältesten Sohn Lii-tolds VIII. gefallen, an

Liitold IX.

Schon zu Lebzeiten seines Vaters tritt Liitold IX. selbstständigauf; mit jenes und seines Bruders Walter Einwilligung schenkte er1314 das Reichslehen des Kirchensatzes Buchs an das JohanniterhausBubikon 1 ). Ebenfalls mit dem Vater und mit Diethelm von Kren-kingen zusammen verkaufte er 1319 einige Leibeigene 2 ).

Als Richter, d.h. als Unparteiischer beurkundete er am 10. März1321 zu Zürich, dass Graf Johann von Habsburg einerseits und GrafWerner von Homberg, dem wegen Unmündigkeit Jakob von Wart zurSeite stand, anderseits sich gegenseitig alles, was sie von dem Gottes-hause Einsiedeln zu Erbe oder zu Lehen trugen, vermacht hätten 3 ).Als am 8. August desselben Jahres die beiden Grafen ihr Gelübdevor Abt Hiltbold von St. Gallen im Dorfe Bichelsee wiederholten,hatte wiederum Liitold von Regensberg sie als Zeuge dorthin be-gleitet 4 ).

Zu Ende des Jahres 1325 wurde Lütold noch in einen Streithineingezogen, den das einst regensbergische Kloster Fahr mit demSchultheissenKourad von Baden führte 5 ). Letzterer behauptete, die Fischenzin der Limmat von Lütold (VIII.) von Regensberg erhalten zu haben,was jedoch unrichtig war, indem der Freiherr dieses Recht am 25. Februar1306 an Berchtold und Jakob Swenden von Zürich veräussert hatte 5 ).Das Kloster Fahr, das die Fischenz in dieser Zeit nun selbst besass wohl aus der Hand der Schwend wehrte sich für sein Rechtund erhielt auf Grund seiner Rechtstitel durch ein auf Befehl desHerzogs Leopold von Oesterreich eingesetztes Gericht dasselbe auchgültig zugesprochen. Am 5. Mai 1326 bestätigte Lütold von Pfäffi-kon am Zürichsee aus, wo er mit Abgeordneten des Klosters Einsiedeln

') St. Arcli. Zeh. Schweiz. Museum III, pag. 915.

3 ) Werdmiiller, Mem. Tig. II, 62.

*) Kopp, Eidg. Bünde, Bd. IV, 2, pag. 482.

') St. Gall. U. B. HI, Nr. 1274.

*) Reg. Eins., Nr. 240.

°) Reg. Eins., Nr. 161.