Besonderes Gewicht scheint Freiherr Liitold auf das Kloster Fahr,die alte Gründung seines Hauses, gelegt zu haben. Da sein VaterUlrich die Vogtei über dasselbe veräussert hatte, kaufte der Sohn siejetzt — am 29. August 1284 — um 200 Mark von Bischof Rudolfvon Constanz wieder zurück x ). Dem Kloster Einsiedeln wurden seineRechte so, wie sie vor dem Verkaufe bestanden, ausdrücklich gewahrt 2 ).An das neu gewonnene Gotteshaus an der Limmat verkaufte Lütolddann am 10. November 1289 gegen 60 Mark Silber einen Hof in Ober-steinmaur, wobei er sich aber einen halben Scheffel Weizen vorbehielt 3 ).
Auch die alten Familienbeziehungen zum Kloster Riiti, der regens-bergischen Gründung, setzte Lütold VIII. fort. Mit seinem Vettervon der altern Linie, Lütold VII., schenkte er 1286 an dasselbe Güterzu Ludoltsweil 4 ). Als jener ferner am 16. Februar desselben Jahreszu Kaiserstuhl einige Güter an Rüti veräusserte, bekräftigte Lütold VIII.die hierüber aufgestellte Urkunde, indem er sein Siegel daran hängte 5 ).
Freundschaftlich verkehrte er auch mit der Kommende Klingnau G ),deren Besitzungen vielfach an die seinigen anstiessen, woher es auchkam, dass die beiden gemeinsame Eigenleute besassen 7 ).
') Herrg., Gen. II,Ii, Nr. 629. Uebrigens hatte Lütold VIII. schonam 10. Juni 1282 'seine Einwilligung dazu gegeben, dass sein UntertanEberhard Schade an das Kloster Fahr eine Stiftung machte, die den dortigenNonnen jährlich am Tage des heil. Gallus zu Gute kommen sollte (Reg.Eins., Nr. 106).
s ) Dem gleichen Gotteshause bezeugte Lütold am 29. Mai 1285 vonZürich aus, dass er von ihm die Vogtei der Höfe zu Tellikon, zu Boppelsen,sowie Egelolf, den Meier von Alfoltern, und dessen Brüder Heinrich undRudolf zu Lehen trage. (Reg. Eins., Nr. 108.)
s ) Reg. Eins., Nr. 115.
4 ) St. Arch. Zeh., Rüti 36.
6 ) Herrg., Gen. H,n, Nr. 636. Zusammen mit seinem Vetter bestätigteer ferner 1287, dass Conrad von Stinnikon einige Güter an Rüti verkaufthabe. (St. Arch. Zeh., Rüti 38.)
6 ) Am 2. November 1286 iiberlässt er auf Bitte eines gewissen Berch-told von Traclisleren der Commende Klingnau einen Leibeigenen (Ob.-Rli.Zeitsclir. I, pag. 465). — Am 21. März 1296 verkauft er an Heinrich vonPfahlheim, den Commendur des Hauses zu Klingnau, zwei Leibeigene um
5 Pfund. (St. Arch. Aarg., Leuggern 57.)
') Dies ergibt sich aus einer spätem Urkunde: 1316, November 22,Njeu-Regensberg: Rudolf Stühlinger beurkundet, dass die Kinder Walters
des Ammans, Bürgers zu Regensberg, die zum Teil den Herren von Kling-