dem Aeltern von Kiburg. Am 23. September 1253 treffen wir diebeiden auf seinem Schlosse, wo ihnen jener Besitzungen zu Dürntenund Mönchaltorf, die ihm Abt Konrad von St. Gallen verpfändet hatte,in gleichen Rechten überliess ] ), da ihnen auch schon die Vogtei überdiese Besitzungen gehörte.
Mit demselben Verwandten bestätigte Ltitold VI. etwa ein Jahrspäter, am 29. August 1254, eine Vergabung, die der Edle Rudolf vonKaiserstuhl an das Kloster Wettingen machte 2 ).
Die Erbschaft eben dieses Adeligen kam wohl bald nachher, um1255, an das Haus Regensberg 3 ), in dessen Besitz wir später die Herr-schaft Kaiserstuhl finden *).
Im gleichen Jahre fand Lütold Gelegenheit, sich neuerdings demGrafen Hartmann dem Aeltern von Kiburg gefällig zu erweisen. DerRitter Johannes, genannt Wellur, ein Vasall Liitolds und Conrads vonTengen, verkaufte nämlich an Hartmanns Gemahlin Margaretha einGrundstück zu Bisikon, wobei die beiden Edeln ihr Recht, das sie alsLehensherrn daran besassen, aufgaben. Graf Hartmann stellte hierüberam 29. April 1255 zu Kiburg eine Urkunde auf 5 ).
Um diese Zeit zeigen sich nun aber schon Anzeichen, dass derReichtum der Freiherrn von Regensberg zu schwinden begann. SchwereZeiten lagen auf dem Reiche, was auf den einzelnen nicht ohne Ein-fluss bleiben konnte. Die hohen Herren taten, was ihnen gefiel undkümmerten sich wenig um Recht und Gesetz. Auch der Edle Lütold VI.von Regensberg blieb von diesem Treiben nicht unberührt. Mit Zürichzwar lebte er wohl in diesen Jahren noch in Frieden, scheute sich dagegennicht, das Kloster St. Blasien, dessen Vogt er war, zu schädigen, diesnamentlich in dessen Besitzungen zu Kaiserstuhl. Das Gotteshaussandte daher 1255 an Bischof Eberhard von Constanz eine Beschwerdeüber diese Schädigungen, die nun schon zwei Jahre gedauert hätten,ein e ). Da der Bischof die Klage als gerechtfertigt anerkannte, ver-
') St. Gall. U. B. III, Nr. 924.
') Z. U. B. II, Nr. 906.
8 ) Stumpf, VI, pag. 408.
4 ) St. Arch. Zürich, Rüti 28.
5 ) Z. U. B. HI, Nr. 981.') Z. U. B. m, Nr. 948.