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für Hof, Katen und 2'/2 Hufen zu Damm empfangenen Kaufpreises quittiren, heisst es zum Schluss: Nachdem Original im Haupt-Archiv zu Schwerin: An eingehängtem Pergamentstreif hangen 3 runde Siegelaus ungeläutertem Wachs; 1) ein stehender, schräg links getheilter Schild ohne Figur, vorne glatt, hintenfein gegittert. Umschrift: CHOTBEROH.
Dies alte Wappen existirt in dieser Form heute nicht mehr. Den Brüdern Peter und Paul v. G.wurde, als sie im Jahre 1595 von Kaiser Rudolf II. in den erblichen Adelstand des heiligen RömischenReiches erhoben wurden, ihr zuvorhabend Wappen gebessert und gezieret, wie es im Adels-Diplomwörtlich heisst: Leider lässt sich nicht feststellen, wie dies „zuvorhabend Wappen" ausgesehen hat. Dasverliehene Wappen wird im Adelsdiplom folgendermaassen beschrieben: „Alss nernblich ein Schild, so vomhintern unteren gegen dem vorderen, oberen Eck, der schräg nach in drey gleiche Theil abgetheilet, da-von der mittlere roht oder rubien färb, darinnen erscheinet für sich ein geharnischter [gerechter Mannesarmzum Streich haltend einen blossen Saebel, die anderen zwoen Theil aber des Schilds gelb oder goldfarb inderern jedem ein abgestümmelter Ast; auff dem Schild ein freyer offener Adelicher Turniers-Helm, zur linkenmit rother und weisser, rechter Seiten aber schwarzer und gelber Helm decken auch darob einer goldfarbenKönigl. Krone gezieret, daraus erscheinen drey Straussfedern, deren die hintere gelb, vordere schwarz undmittler roth ist, als denn solches gezieret und gebessert, adelich Wappen und Kleinot in Mitte diess unseresKaiserlichen Briefes geachtet und mit Farben eigendtlicher ausgestrichen ist." (Das Original befindet sichim Wiener Staatsarchiv).
In dem berühmten „Allgemeinen Grossen Wappenbuch von Siebmacher" finden wir unser Wappenan zw ei verschiedenen Stellen. Während an der einen Stelle das Wappen correct ausgeführt ist, findenwir es an anderer Stelle verändert mit folgender Bemerkung: „Ein merkwürdiges Siegel des Geschlechtsliegt mir vor. Es hat den mit Degen bewaffneten Arm, darunter neben einander 2 gestürzte Pfeile.Kleinod: 3 Straussfedern, Farben sind nicht angegeben. Dem Stich nach gehört das Siegel in die Mittedes vorigen Jahrhunderts." (Mitte des 17. Jahrhunderts). Leider ist nicht gesagt, wo der Verfasser diesesSiegel gefunden hat und ist daher auch nicht möglich, nach dem Ursprung desselben zu forschen. ImUebrigen tritt im Laufe des Jahrhunderts unser Wappen mit nur unwesentlichen und geringen Ab-weichungen auf.
XI. Der ehemalige und heutige Grundbesitzder Familie v. Gottberg.
Motto: Enkel mögen kraftvoll walten,
Schwer Errungenes zu erhalten.
Im Mittelalter waren Familien Gottberg in der Mark und in Mecklenburg angesessen. Sie besassenin Mecklenburg Sarmstorf bei Güstrow und in der Mark aller Wahrscheinlichkeit nach das Dorf Gottbergbei Seehausen, in der Altmark Gottberg bei Neu-Ruppin und Gottberg in der Neumark unweit Pyritz,jetzt zu Pommern gehörig. Später mit Verfall der Familie ging dieser Grundbesitz verloren (siehe Kap. II),bis dann endlich wieder die Gebrüder Oberst Peter und Oberst-Lieutenant Paul v. Gottberg, als sie um1595 nach langen Kriegszeiten in ihre Heimath — Pommern — zurückkehrten (siehe Kap. III), in richtigerErkenntniss, dass das Ansehen und die Macht des Adels, beziehungsweise eines edelmännischen Geschlechtsmit der Grösse des Grundbesitz eng verbunden, sich eifrig und auch nicht ohne Erfolg bemühten, solchenzu erwerben und ihren Nachkommen zu sichern. Anno 1601 wurde das Gut Werder auf der InselWollin vom Herzog Johann Friedrich von Pommern dem Peter Gottberg als seinem Wolliner Amts-hauptmann zu Erbpachtsrechten gegen Entrichtung eines „jährlichen Kanons" von 115 Gulden oder76 2 /n Thalern verliehen.
Dieses Werder war ein nicht grosses Wiesengut, unweit Swinemünde gelegen, auf dem vornehmlichViehzucht getrieben wurde. Peter verkaufte es schon 1622 wieder mit des Herzogs Genehmigung für4000 Gulden pommersch an Heinrich Westfal. Jetzt ist es im Besitz des Rittergutsbesitzers Küster, deres im Mai 1894 für 107 000 Mark erstand.