VORWORT.
»€>« Nescire quid antea prius quam nahes sis,
id est Semper esse puerum.
( Cicero.)
8. November 15g8 wurden die Brüder Peter und Paul Gottberg (ck) vom KaiserRudolf II. in den erblichen Adelsstand erhoben; ,,ihr zuvor habend Wappen und Kleinod wurdecrcbessert und gezieret."
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Manches deutet darauf hin, dass die Familie schon in älterer Zeit dem Adel angehörte undnur durch missliche Verhältnisse — Verlust ihrer Güter durch Kriegsfehden etc. — ihre Zugehörigkeitzum adligen Stande einbüsste. Jedenfalls bedeutet der genannte Zeitpunkt insofern einen wichtigenWendepunkt in der Geschichte der Familie, als von ihm ab das Geschlecht von Gottberg wieder zurBlüthc itnd zum Ansehen kommt, auch sichere Nachrichten über die Entwicklung von iggg ab vorliegen.
j Jahrhunderte sind seit jener Zeit verflossen und das Jahr i8gg hat daher eine besondereBedeutung für die Familie von Gottberg. Den Unterzeichneten sei es vergönnt, in der vorliegendenSchrift einen Rückblick, auf vergangene Zeiten zu gewähren, auf wechselvolle Jahre und, Geschicke.
« Und was verschwand, wird itns zu Wirklichkeiten » (Faust-Zueignung). Wir wollen unsvergegenwärtigen, wie unsere Väter lebten und wonach sie strebten, hineindenken in die Vergangenheit
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und überall constatiren wir mit Stolz: sie lebten als schlichte deutsche Männer, sie haben sich überallbewährt, sei es in wilden Kriegszeiten, sei es in stiller friedlicher Arbeit.
Treu und selbstlos haben sie ihrem Fürsten und Vaterlande gedient.
Unser kleines Werk soll nicht als Familiengeschichte gelten; um eine solche herzustellen, wirdnoch jahrelange Arbeit, sowie bedeutender Aufwand an Geld und Zeit erforderlich sein. Gerade dieBearbeitung unserer Familiengeschichte gestaltet sich sehr schwierig; häufig fehlt der Zusammenhang,die Nachrichten sind spärlich und theilweise widersprechend. Der Grund liegt darin, dass vieleFamilienmitglieder ins Ausland gegangen sind, ferner dass wichtige Papiere in den unruhigen Zeiten