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Kinder des Gottfried Ernst.
1) Friedrich Ernst, geb. 1764. Er wurde am 2. Februar 1788 Cornet beim Regiment Bosniasquen(Fowarzys), am 4. August 1791 Seconde-Lieutenant, 1803 Premier-Lieutenant und starb im April 1805.
2) Christian Ernst Wilhelm, geb. 26. April 1768. Er wird am 1. Februar 1786 Fähnrich bei Hallmann,Garnison-Rgt. No. 1, am 7. Mai 1787 Seconde-Lieutenant bei Thiele, Fiis.-Batl., 3. Ostpreuss. Füs.-Brigade,und 1796 zur 1. Ostpreuss. Füs.-Brigade versetzt, bei welcher er am 13. Juli 1799 zum Premier-Lieutenantbefördert wird. Er avancirt am 9. Februar 1805 zum Stabs-Capitän, wird am 22. Januar 1808 zum1. Westpreuss. Inf.-Rgt. 1 versetzt, am 10. Juni 1810 daselbst Compagnie-Ohef und am 7. Juni 1813 zumMajor befördert.
Im Geheimen Kriegsarchiv in Berlin befindet sich seine Conduite, in welcher es heisst, dass ersich in der polnischen Campagne brav gehalten habe.
Am 22. März 1812 wurde er in der Luisenkirche zu Berlin mit Augustine Friderique Elchholtzaufgeboten. Ob und wann er geheirathet hat, ist nicht bekannt; jedenfalls hat er keine Nachkommenhinterlassen. Er stirbt am 13. Februar 1814 an seinen Wunden. Mit ihm erlosch der Mannesstamm derLinie des Peter von Gottberg.
3) Carl Ludwig, geb. 1774. Er ist 1794 Junker unterm Regiment „Prinz Ferdinand'!. Sonst nichtsvon ihm bekannt.
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VI. Die Nachkommen des Paul von Gottberg
mit Ausschluss des dänischen und ostpreussischen Zweiges der Familie', sowie der
Nachkommen des Peter Friedrich v. G.
Motto: „Wohl dem, der seiner Väter gern gedenkt."
„Iphigenie". Goethe.
Paul v. G. hmterliess 2 Kinder, nämlich
1) eine Tochter -— Name unbekannt — welche mit Hermann Jürgen von Lettow auf Pritzkeverheirathet war, und
2) Johann Friedrich v. G., geb. 1609.
Dieser wurde in Peterkau bei seinem Onkel erzogen. Hier wurde ihm eine gute Bildung zuTheil; später besuchte er die Universität. Bald aber verliess er diese, um in kaiserliche Kriegsdienstezu gehen. Er diente unter dem Obristen von Hepburn, dem Schwiegersohn von Peter v. G., und avancirte,nachdem er die unteren Chargen durchgemacht hatte, bis zum Cornet, kehrte aber dann nach Pommernzurück, um im 22. Lebensjahre die Bewirthschaftung der Güter Gross- und Klein-Dübsow anzutreten.2 Jahre später heirathete er Maria von Lettow*) aus dem Hause Pritzke. Mit dieser war er 21 Jahrevermählt und gingen 4 Söhne und 5 Töchter aus dieser Ehe hervor (s. B.). Von diesen Kindern waren2 Söhne, sowie 2 Töchter beim Begräbniss des Vaters (1681) zugegen, ein dritter Sohn befand sich aus-wärts in kurfürstlichen Diensten. Nach den üblichen 2 Trauerjahren heirathete Johann Friedrich wieder,und zwar Dorothea von Nettelhorst, welche ihm 2 Söhne gebar, aber schon im 4. Jahre der Ehe starb.Diese beiden Söhne stehen zur Zeit des Todes des Vaters in kgl. dänischen Diensten (s. B. und Kapitel VIII).2 Jahre nach dem Tode seiner zweiten Frau heirathete Joh. Friedrich zum dritten Male und zwarCorona von Wussow, welche ihn überlebte. Aus dieser Ehe sollen 4 Kinder hervorgegangen sein; 2 der-selben leben beim Tode des Vaters noch, nämlich 1 Tochter und 1 Sohn, welcher sich in auswärtigenKriegsdiensten befindet (s. B.).
In einer Lebensbeschreibung, welche sich in den Familienpapieren befindet, heisst es von JohannFriedrich, dass er ein frommer Mann gewesen sei, der einen christlichen Lebenswandel geführt habe und
*) In der Lettow'schen Familiengeschichte wird sie — wohl irrthümlicher Weise — Anna v. L. genannt undJohann Friedrich mit dem Zusatz auf Wussow bezeichnet.