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Zur Geschichte der Städtischen Luisenschule und der mit ihr verbundenen Lehrerinnenbildungsanstalt zu Düsseldorf : Festschrift zur Feier des fünfzigjährigen Bestehens der Anstalt am 30. Oktober 1887
Entstehung
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außer dein Direktor Dr. Uekln er der Lehrer G. Bender, die Lehre-rinnen Frl. Ang. Bender, Frl. Schwabeland, Frl. Reg. Thimme,Frl. Leidner, Frl. Rothert, Frl. Richter, außerdem als Zeichen-lehrer der Maler Holthausen und als Gesanglehrer Herr Forberg.Endlich gab Herr Regierungsrat Altgelt zwei Stunden Kulturgeschichte.Von diesen schieden im folgenden Jahre Frl. Bender, Frl. Schwabe-land, Frl. Thimme und Frl. Leidner aus. Die beiden erstenwurden durch Frl. Esch und Frl. Vigier, die beiden letzten durchFrl. Kawerau und Frl. Aug. Achenbach ersetzt.

Im Jahre 1867 wurde zu den bisher in der Schule betriebenenUnterrichtsfächern das Mädchcnturnen als fakultativer Unterrichtsgegen-stand eingeführt. Daß gymnastische Übungen für die körperliche Kräf-tigung der Knaben besonders als Gegengewicht gegen geistige Über-anstrengungen äußerst heilsam seien, hatte man schon lange erkannt,und deshalb das Turnen in allen höheren Knabenschulen als obliga-torischen Unterrichtsgegenstand eingeführt. Viel länger hat es gedauert,bis man zu der Erkenntnis gelangte, daß die turnerischen Übungen ineiner dem weiblichen Organismus entsprechenden Gestalt von nicht minderwohlthätigen Wirkungen für diesen sich erweisen. Erst dem genialenDenker und Erzieher Spies war es vorbehalten, durch eine völligeReform des Schulturnens dieses auch für die Mädchenschulen nutzbarzu macheu. Jede Übung war hier ausdrücklich in Hinsicht sowohl aufdie zartere Struktur, den feineren Knochenbau und das schwächereMuskelsystem des weiblichen Körpers, als auch auf das weibliche Zart-gefühl und den Schönheitssinn des Geschlechts sorgfältig ausgewähltund diesen Forderungen angepaßt. Auch wies er überzeugend nach,wie die hohe Bedeutung des Mädchenturnens neben der heilsamen Wir-kung, die es auf die körperliche Organisation der Mädchen ausübe, nichtzum geringen Teile ans der ethischen Seite liege. Schon die Bethätigungder gesamten Klasse bei den Ordnungs- und Freiübungen, sowie dieunausgesetzte Achtsamkeit, welche deren genaue Ausführungen erfordern,erwiesen sich als wichtige pädagogische Zuchtmittel. Das straffe Zn-sammennehmen der gesamten Kraft und der strenge Rhythmus der Ge-samtbewegung, der auch die Unbeholfenen und Ungeberdigen von demWirbel bis zur Zehe in feste Zucht nimmt das waren Übungen,die Mut und Entschlossenheit, schnellen Blick und raschen Sinn unddarum nicht blos eine harmonische Ausbildung aller leiblichen Kräfte,sondern auch durch ihre geistigen Elemente eine Tüchtigkeit des weib-