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Zur Geschichte der Städtischen Luisenschule und der mit ihr verbundenen Lehrerinnenbildungsanstalt zu Düsseldorf : Festschrift zur Feier des fünfzigjährigen Bestehens der Anstalt am 30. Oktober 1887
Entstehung
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Als Mitglieder der Prüfungskommission für die allhier geprüftenAspirantinnen fungierten unter dem Vorsitz eines Königlichen Provinzial-Schulrats die Herren Rcgierungsrat Altgelt (später dessen Nachfolgerim Amte die Herren Regierungsrätc Woepke, Bogen und Giebe),ferner vr. Uellner, die Lehrer Kellermann und Erk und Frl.Richter als Handarbeitslehrerin. Nachdem die Luifenschule vom Jahr1866 bis 1874 67 Aspirantinnenmit gutem Erfolg" für dasLehrerinnen-Examen vorbereitet hatte, und der Forderung der König-lichen Regierung, die wissenschaftlichen Lehrkräfte der Luisenschüle zuvermehren, durch Berufung des Herrn Or. Sund macher entsprochenwar, wurde der Schule seitens des Herrn Ministers Dr. Falkdurch Erlaß vom 8. Januar 1875 die Berechtigung zuer-kannt, eine besondere Entlassungsprüfung für die von ihrausgebildeten Schülerinnen zugleich mit dem Maßstabe ab-zuhalten, daß mit derselben die Prüfung anderswo vorge-bildeter Aspirantinnen des Lehrerinnenamtes einschließlichderjenigen an Volksschulen sowie von Schulvorsteherinnenverbunden werde. In Folge dieser Auszeichnung mehrte sich dieZahl der Aspirantinnen so bedeutend, daß im Jahre 1878 nach An-weisung der Königlichen Regierung die Seminarklasse in zwei völliggetrennte Abteilungen zerlegt wurde, die durchschnittlich von je 25 Schüle-rinnen besucht wurden. Bis zum Jahre 1886 sind im ganzen 197in der Luisenschnle vorgebildete Aspirantinnen dem Königlichen Provinzial-Schulkolleginm zur Ablegung des Lehrerinnen-Examens vorgeschlagenworden, die ohne Ausnahme dasselbe bestanden haben. Die Zahl derSchülerinnen betrug im Jahre 1863 134. Das Lehrerkollegium bildeten

zum Examen ein den Königlichen Behörden einzureichendes Abgangszeugnis ein-gehändigt, welches sich über ihr sittliches Verhalten und den Standpunkt dererlangten Kenntnisse ausspricht.

§. 6. Die oben erwähnten 11 Stunden umfassen folgende Lehrfächer:Französisch 2, Englisch 2, Rechnen t, Pädagogik 2, Musik 2 Stunden, außerdem2 Repetitionsstunden für Religion, Geschichte und Geographie.

§. 7. Es wird erwartet, daß die in Selekta aufgenommenen Schülerinnendurch ihre Gesamthaltung, durch Fleiß, Strebsamkeit und musterhaftes Betragenihren übrigen Mitschülerinnen mit einem guten Beispiele vorangehen, daß sie aufWeisung des Direktors ihren Lehrern und Lehrerinnen zur Hand sind und somitdas Interesse des Ganzen fördern helfen. Das Ziel der Selekta ist durch dieunter dem 18. September 18S6 für die Lehramtsaspirantinnen erlassene Ver-ordnung des Königlichen Provinzial-Schulkollegiums genauer verzeichnet.