Die Luisenschule als kirchlichesGemeinde - Institut
vom 2P April bis j. Atai j376.
In Ausführung der Regierungsverfügung vom 15. September 1853erfolgte am 24. April 1854 die Übergabe der Luisenschule an dieevangelische Gemeinde, die sich zu einer wahrhaft erhebenden Schulfeiergestaltete. Zu dieser hatten sich auf vorhergegangene Einladung durchden zeitigen Präses des Presbyterinms Pfarrer Natorp die Mitgliederdes bisherigen Kuratoriums der Schule und die Mitglieder des neuerwählten Scholarchats in den schön geschmückten Räumen der Schuleeingefunden, wo das Lehrerkollegium und die Schülerinnen ihrer harrten.Nachdem die Feier durch Absingung des Liedes Jehova! Jehova!Jehova! Deinem Namen sei Ehre, Macht und Ruhm! eingeleitet war,ergriff Herr Regierungsrat Altgelt, das bisherige Mitglied des Kura-toriums, das Wort und hielt einen Vortrag, aus dem die Stiftung undbisherige Entwickelung der Schule zu entnehmen und in dem die aus-drückliche Erklärung enthalten war, daß die Überweisung der Schulean die evangelische Gemeinde in der Absicht der Stifter derselben gelegenund daß darum der heutige Akt als ein besonders freudiges Ereignisbegrüßt werde. Es wurde dabei noch besonders hervorgehoben, daßIhre Königliche Hoheit, die Frau Prinzessin Friedrich von Preußen,ans den unterthänigsten Antrag des Redenden die Schule mit Höchst-ihrem Namen Luise zu benennen geruht und dieselbe durch namhafteBeiträge unterstützt habe und schließlich die Allerhöchste Gnade SeinerMajestät des Königs betont, welcher durch Bewilligung eines jährlichen