Vorwort.
Die nachfolgenden Blätter erheben keinen Anspruch, eine erschöpfendeGeschichte der Luisenschule zu Düsseldorf zu bieten. Einesteils liegt das,was innerhalb der letzten fünfzig Jahre geschehen ist, der Gegenwartnoch zu nahe und gestattet keine objektive Geschichtsbetrachtung, indemgar manche Personen, die in die Entwickelung der Schule handelnd ein-gegriffen haben, noch unter den Lebenden verweilen, andernteils fließenauch die Quellen, aus denen die Darstellung zu schöpfen wäre, besondersin den ersten Dezennien derselben, so spärlich, daß eine ununterbrocheneEntwickelungsgeschichte kaum möglich erscheint. Fortlaufende Rechen-schaftsberichte sind vor dem Jahre 1863 nicht veröffentlicht worden.Die wichtigsten Thatsachen der früheren Zeit sind daher teils den seitensder hiesigen Königlichen Regierung und des hiesigen evangelischen Ge-meinde-Archivs in zuvorkommendster und dankenswerter Weise zur Ver-fügung gestellten Aktenstücken, teils den mündlichen Mitteilungen frühererSchülerinnen der Anstalt entnommen. Die Darstellung der Haupt-entwickelungsmomente der Schule sei daher der freundlichen Nachsicht desLesers empfohlen. Die Schrift ist an erster Stelle mit ehrfurchtsvollemDanke dem Andenken der hohen Protektorin der Luisenschule, IhrerKöniglichen Hoheit, der in Gott ruhenden Prinzessin Friedrich vonPreußen und Höchstderen erlauchtem Sohne, Seiner Königlichen Hoheit,dem Prinzen Alexander von Preußen, Höchstwelcher so oft als Vertreterd er Königlichen Mutter in unserer Mitte verweilt hat, gewidmet, möchte