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Zur Geschichte der Städtischen Luisenschule und der mit ihr verbundenen Lehrerinnenbildungsanstalt zu Düsseldorf : Festschrift zur Feier des fünfzigjährigen Bestehens der Anstalt am 30. Oktober 1887
Entstehung
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die Seminarklcisse (Selekta) mit sechs Schülerinnen eröffnet,*) DieErrichtung einer Lehrerinnenbildungsanstalt in enger Verbindung mitder Luisenschule entsprach einem in unserer Stadt tief empfundeneuBedürfnis. Es wurde dadurch den Eltern der Schülerinnen die Gelegen-heit geboten, ihre Kinder, ohne sich von ihnen trennen zu müssen, fürdas höhere Lehrfach ausbilden zu lassen, oder, wenn sie nicht geradedieses Ziel für dieselben erstrebten, in der Selekta den vollen Abschlußihrer wissenschaftlichen Bildung zu finden und deren Entsendung ausdem elterlichen Hause, sofern sie überhaupt wünschenswert erschien, solange hinauszuschieben, bis deren Charakter sich bereits fester entwickelthatte. Aus diesen Gründen fand die neu errichtete Klasse sehr bald dierechte Würdigung seitens der Eltern und erfreute sich eines zahlreichenBesnchs.

*) Organisationsplan für die zur Ausbildung von Lehrerinnen und Erziehe-rinnen mit der ersten Klasse der Luisenschule verbundene Selekta (im Auszug):

Z, 1, Der Zweck der mit der Anstalt verbundenen Selekta ist, solchenSchülerinnen, die sich dem Beruf einer Lehrerin oder Erzieherin widmen wollen,eine den gesetzlichen Forderungen entsprechende Vorbildung zu geben.

Z. 3, Die an die Aufnahme geknüpften Bedingungen sind, daß die Aspiran-tinnen, sofern sie bisher der Luisenschule angehört, den vollständigen Kursus derersten Klasse absolviert und sich in jeder Weise durch ihre Gesamthaltung dieZufriedenheit des Lehrerkollegiums erworben haben, oder, sofern sie von außenkommen, ihre Reife unter dem Nachweis ihres bisherigen Bildungsganges durcheine Prüfung nachweisen, deren Ergebnis im allgemeinen dem Lehrziel der erstenKlasse entsprechend sein muß,

H, 4, Die Zahl der Aufzunehmenden ist vorläufig auf 12 festgesetzt,

Z, S, Der Kursus der Selekta ist auf zwei Jahre berechnet, während welcherZeit die Aspirantinnen in einigen Lehrfächern an den Unterrichtsstunden der erstenKlasse teilnehmen, außerdem aber in 11 unten weiter zu bestimmenden Stundenbesonders unterrichtet werden. Während nun das erste Jahr des Kursus haupt-sächlich der Erweiterung und Vertiefung ihrer Kenntnisse in den verschiedenenZweigen des Wissens gewidmet ist, werden die Aspirantinnen im zweiten Jahrezugleich auch dazu angeleitet, sich in pädagogischer Hinsicht theoretisch und praktischauszubilden, Sie werden zu diesem Zwecke einerseits übersichtlich mit der Geschichteder Pädagogik, mit den Grundsätzen der Erziehung und des Unterrichts sowie mitder methodischen BeHandlungsweise der einzelnen Disziplinen unter Andeutung derin der Verwaltung der Schule und des Unterrichts im Preußischen Staate geltendenGesetze und Verordnungen bekannt gemacht, andcrntcils dazu angeleitet, sich amUnterrichte praktisch zu beteiligen, teils dadurch, daß sie dem Unterrichte der Lehrerund Lehrerinnen beiwohnen, teils einzelnen Schülerinnen Nachhülfe erteilen, oderauch einzelne Lehrstunden in den untern Klassen unter Aufsicht des Direktors über-nehmen, Nach Vollendung ihrer Ausbildung wird ihnen behufs ihrer Anmeldung