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Zur Geschichte der Städtischen Luisenschule und der mit ihr verbundenen Lehrerinnenbildungsanstalt zu Düsseldorf : Festschrift zur Feier des fünfzigjährigen Bestehens der Anstalt am 30. Oktober 1887
Entstehung
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In Erwiderung aus das, was von wir gesagt und zu wirgesprochen ist, uehwe ich das Wort mit demütigem Dauke gegen Gott,daß er mich in den Stand gesetzt hat, mit meiner geliebten Frau zudem Bau des für die Töchter unserer evangelischen Gemeinde benötigtenSchulhauses behülflich zu sein. Auf die ersten Anfänge dieser Lehr-nnd Bildungsanstalt zurückschauend, gedenken wir ehrfurchtsvoll IhrerKöniglichen Hoheit, der Frau Prinzessin Friedrich von Preußen, Höchst-welche in der Zeit Ihres in seinen Segnungen unvergeßlichen Verweilensin unserer Stadt der Schule Ihren Taufnamen Luise gnädigst beizulegengeruht hat; gleicherweise erinnern wir uns mit Dank und Hochachtungder Männer und Jungfrauen, die im Laufe der verflossenen 26 Jahreals Kuratoren, Lehrer und Lehrerinnen sich in der Schule um unsereGemeinde verdient gemacht haben.

Unser Werk an Euch, geliebte Kinder, ist dein Erbauen einesHauses zu vergleichen. Der Grundstein, den der Baumeister legt, trägtnicht das Haus, sondern der den Himmel und die Erde geschaffen hat,der trägt auch dies Haus; also wird der Eckstein eingefügt und dasDach aufgerichtet, nicht anders als durch die die menschliche Arbeitfestigende, schützende, schirmende Hand des allmächtigen Gottes.

Die Kinder, die Ihr, verehrte Eltern, der Schule zuführt, sind diesergleicherweise wie Euch, ein anvertrautes Pfand, ein Darlehn, das zurück-gefordert wird, nicht mit dem Ertrag der Zinsen in Silber und Goldgezählt, vielmehr mit dem Erfolg entwickelter Anlagen belebter Kräfte,begründeter Überzeugungen, gepflegter Liebe, beseelten Glaubens inHoffnung auf dereinftige Vollendung. Darum ist die Töchterschule eineSeelenbildungsstätte, erbaut für die Familie und eingefügt in dashäusliche Leben. Was die Töchterschule austeilt, ist dem edelstenFamiliengut entnommen, ist geschöpft aus dem unerschöpflichen Borndes von Gott geordneten und eingesetzten ehelichen Lebens zur Erziehungder Kinder.

Die Zucht des Geistes übt die Töchterschule nicht sowohl in derKorrektur des Fehlers, als in der Lenkung des Willens zur Einsichtund zum Entschluß; ihr zur Seite steht als anderes Seeleubildungs-mittel der Unterricht, der, dem wahren Wesen der Weiblichkeit abge-lauscht, dazu helfen soll, den Wert der Schule in die Familie zu tragenund aus ihr in weitere Kreise zu verbreiten.

Meine Erinnerungen an die zurückgelegten Jahre, an das, wasdie Luisenschule geleistet oder versäumt, was sie gethan oder unterlassen,