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Zur Geschichte der Städtischen Luisenschule und der mit ihr verbundenen Lehrerinnenbildungsanstalt zu Düsseldorf : Festschrift zur Feier des fünfzigjährigen Bestehens der Anstalt am 30. Oktober 1887
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ihre Zöglinge erstrebt, den Lernstoff und die Methode des Unterrichtsvielfach abweichend von der Knabenschule zu gestalten hat. Es giltbesonders in ihr die Regel: nicht vielerlei, sondern viel zu geben, nichtOberflächlichkeit, sondern Gründlichkeit zu fordern und namentlich nichtbloß dem Verstände, sondern vornehmlich dem Herzen die Nahrung zubieten, deren es bedarf. Deshalb kann gerade die Töchterschule dieBildung des Herzens durch das Evangelium nicht entbehren. DieFrömmigkeit ist überall eine Zierde, aber die Töchterschule würde ohnediese zu einer Wüste werden. Die christliche Gemeinde nun, diePflegerin der Schätze der unsichtbaren Welt, der Herd, auf welchem derheilige Geist das Feuer des Glaubens anzündet, kann am erfolgreichstendiesen Charakter einer Schule sichern, und darum wird die Aufgabe derSchule als christliche Gemeindeschnle klarer, und die Lösung dieserAufgabe im Dienst der Gemeinde unter ihrer Hülfe und Pflege leichter.Alle Verheißungen des Herrn von der Kraft und deni Segen seinesWortes sind auch ihr gesagt. Ein schöner Weinberg des Herrn ist sie,in welchem alle Arbeit dafür geschieht, daß jeder Rebe empfange, waser bedarf. Von Geschlecht zu Geschlecht erstreckt sich dieser Segen; erwird in der Anhänglichkeit offenbar, mit der die früheren Schülerinnender Schule auch heute gedenken. Groß sind die Gefahren, welche dieweibliche Jugend bedrohen groß ist der Segen, der die Gefahrenüberwinden Hilft, mächtig sind die Versuchungen, welche ans der Cha-rakterlosigkeit unserer Zeit für die Töchter hervorgehen herrlich dieGotteskraft, welche durch solche Versuchung unverletzt hindurch führt.Der Herr gebe es, daß unsere Schule diesen Segen reichlich erfahre,daß alle unsere Schülerinnen das empfangen, was den Geist recht bildet,das Herz veredelt, daß die Lehrer in ihrer Arbeit, von der großenAufgabe der Schule geleitet, durch ihren Segen reichlich möchten erfreutwerden, und die Gemeinde den Lohn ihrer Pflege von den treuenGliedern, welche ihr die Schule erzieht, empfange." Nachdem derRedner zum Schlüsse dem Herrn Geheimrat Altgelt, der seit 26 Jahrendie Schule in treuer Sorge auf seinem Herzen getragen, für den neuenBeweis seines Wohlwollens, der in der Erbauung dieses neuen schönenSchnlhauses sich kundgebe, den herzlichsten Dank der Gemeinde aus-gesprochen, und die mächtigen Akkorde des Chorals: Lobe den Herrn,den mächtigen König der Ehre, verklungen waren, sprach Herr GeheimratAltgelt etwa folgende Worte: