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kommendsten und uneigennützigsten Weise erboten hätte, der Gemeindedie Banstimme für ein eigenes Schulhaus gegen Verzinsung des Kapitalsmit 4'/s °/u vorzustrecken, wobei der Gemeinde die Freiheit gelassenwurde, das Schulgebände innerhalb der nächsten 10 Jahre ohne Auf-schlag für die Baukostensumme von 16 ()()() Thlrn, käustich zu erwerben.Dieses äußerst günstige Anerbieten wurde mit Freude von der Gemeindeaufgegriffen; am 3l). Mai 1862 wurde in feierlicher Weise der Grund-stein der Schule gelegt, und schon am 36. Juni des folgenden Jahreskonnte dasselbe seiner Bestimmung übergeben werden. Der Einzug indas neue Gebäude gestaltete sich für die ganze Gemeinde zu eineräußerst erhebenden Feier. Nachdem die Festversammlung in der schöngeschmückten Aula das Lied: Sei Lob und Ehr dem höchsten Gutgesungen, ergriff der zeitige Präses des Presbyteriums, Pfarrer Roffhack,das Wort und begrüßte die zahlreich versammelten Festteilnehmer, vorallem auch Seine Königliche Hoheit, den Prinzen Alexander von Preußen,der als Vertreter der erlauchten Mutter huldreich geruht hatte, dasFest mit Höchstseiner Gegenwart zu beehren. Dann der eigentlichenBedeutung des Festes näher tretend, fuhr er fort: „Es ziemt freilichder Schule, ihr Werk in der Stille zu treiben, ihre Arbeit erträgt nichtdas Geräusch des Tages, um so berechtigter ist ihre Freude, wenn ihrFesttage des Dankes geboten werden, sie geben zur neuen Arbeit neuenMut und fröhliche Ausdauer. Ist es doch nicht allein dies schöneHaus, was uns so fröhlich stimmt; die Lnisenschule hat nicht blos einneues Kleid bekommen, auch ihre Stellung ist eine gesicherte geworden.Es hat eine ganze Gemeinde sie in ihre Pflege genommen, nachdem dieverehrliche Repräsentation derselben den Beschluß gefaßt hatte, sie alsGemeiudeschule anzuerkennen. Aller Segen, den die Gemeinde hat undempfängt, wird auch ihr zu gute kommen, und sie weiß, wem sie dient.Zur Zeit der Väter ist das immer so gewesen: die Gemeinde hatteihre Schule, und die an der Schule Arbeitenden waren ihre Diener.Die Lnisenschule tritt wieder in dies Verhältnis ein, und daß diesgerade bei einer Töchterschule so der Fall ist, möchte in der Aufgabeund dem Segen einer Töchterschule wohl begründet sein. Es könnteauffallen, daß bei der großen Sorgfalt, welche der Staat in der Gesetz-gebung und in sonstiger Hülfe der Schule hat angedeihen lassen, dieTöchterschule fast leer ausgegangen ist. Und doch hat die Töchterschuleeine nicht minder hohe Aufgabe zu lösen, als die Knabenschule, wenn-gleich sie um des verschiedeneu Bildungsideals willen, welches sie für
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