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Zur Geschichte der Städtischen Luisenschule und der mit ihr verbundenen Lehrerinnenbildungsanstalt zu Düsseldorf : Festschrift zur Feier des fünfzigjährigen Bestehens der Anstalt am 30. Oktober 1887
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straffe Disziplin den Schülerinnen gegenüber aufrecht zu erhalten imstände war, es ihr sonst aber als einer nicht geprüften Lehrerin an derwissenschaftlichen Durchbildung gebrach, um auch den geistigen Mittel-punkt der Schule zu bilden. Es drängte sich daher sehr bald derVerwaltung der Schule die Notwendigkeit auf, mit der steigenden Zahlder Schülerinnen und der Lehrkräfte ihr einen Direktor zu geben, derseine Wirksamkeit einzig und allein der Schule widmete. Der Aus-führung dieses Planes stellten sich jedoch noch mancherlei Schwierigkeitennamentlich finanzieller Natur entgegen, so daß man vorderhand wieder,wenn auch ungern, zur Anstellung eines Kandidaten der Theologieüberging. Die Wahl fiel nach dem Rücktritt des Kandidaten Meu-mann, der im Jahre 1856 zum Gefängnisprediger nach Elberfeldberufen wurde, auf den Kandidaten August Peters aus Wesel, der nochvolle sechs Jahre seine beste Kraft der Schule gewidmet hat. Als auchdieser seine Wirksamkeit an der Schule aufgab, um einem Rufe alsPfarrer nach Schermbeck zu folgen, beschloß das Scholarchat nunmehrdie früher kundgegebene Absicht zu verwirklichen und für die Anstalteinen akademisch gebildeten Schulmann als Direktor zu berufen. Umaber Zeit zu gewinnen, eine geeignete Persönlichkeit für dieses wichtigeAmt auszuwählen, wurde die durch den Abgang des Kandidaten Petersfreigewordene Stelle durch den Kandidaten L. Hildebrandt besetzt, derdieselbe bis zu seiner Berufung als Pfarrer nach Rees im März desJahres 1863 bekleidet hat. Zugleich mit der Berufung eines Direktorsfür die Anstalt war das Bestreben des Scholarchats auf die Erwerbungeines eigenen Schulgebäudes gerichtet. Viermal schon hatte die Luiscn-schule ans Mangel an geeigneten Räumlichkeiten die Stätte ihrer Wirk-samkeit wechseln müssen. Wie schon früher gemeldet, hatte sie vomJahre 1837 an das Haus der frühereil v. Erkelenzscheu Töchterschuledrei Jahre lang benutzt, war dann im Jahre 1839 an die KanalstraßeNr. 1 übergesiedelt, hatte nach weiteren zehn Jahren das Haus Königs-allee Nr. 1» bezogen und war schließlich 1849 nach der Breitenstraße,der jetzigen Bierhoffschen Konditorei verlegt. Schon dieser häufigeWechsel und die für Schulzwecke wenig geeigneten Räume konnten fürdas Gedeihen der Anstalt nicht förderlich sein. Dennoch würde dieLnisenschule vielleicht noch lange ein eignes Heim entbehrt haben, wennnicht Herr Geheimrat Altgelt, der Mann, der der Entwickelung derLuisenschule von ihren ersten Anfängen an in liebevollster und opfer-bereiter Fürsorge zur Seite gestanden hatte, sich in der entgegen-