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im Jahre 1873 erfolgten Pensionierung diesen wichtigen Unterrichts-zweig mit großer Sachkenntnis und dem besten Erfolge gepflegt hat.Trotz des tüchtigen und methodisch geschulten Lehrpersonals mehrte sichdie Zahl der Schülerinnen nur sehr langsam. Sie betrug am Endedes ersten Schuljahres 1837 54, 1838 60, 1839 63, 1840 70,1841 75, 1842 78, 1843 81 und 1844 85 Schülerinnen. DerGrund dieses langsamen Wachstums lag in der Konkurrenz, welche ihrdie durch Frl. v. Erkelenz 1840 wieder ins Leben gerufene höhereMädchenschule machte. Die evangelische Gemeinde zählte zu jener Zeiterst 5000 Seelen, war also zu klein, als daß zwei höhere Mädchen-schulen neben einander hätten gedeihen können. Die beiden Schulenkämpften daher während eines Jahrzehnts einen Kampf ums Dasein,der endlich im Jahre 1854 zugunsten der Luisenschule entschieden wurde,indem Frl. v. Erkelenz sich gezwungen sah, ihre Anstalt aus Mangelau Schülerinnen aufzugeben. Diesen Sieg verdankte die Luisenschnleeinesteils den gediegeneren Leistungen, die sie auszuweisen hatte, andern-teils der nicht zu unterschätzenden hohen Protektion, deren sie sichseitens Ihrer Königlichen Hoheit der Frau Prinzessin Friedrich fort-dauernd zu erfreuen hatte. Diese hohe Frau ließ sich nicht nur vonder Weiterentwickelung der ihren Namen tragenden Anstalt die ein-gehendsten Berichte erstatten, sondern geruhte auch, durch wiederholtesErscheinen in den Unterrichtsstunden Lehrende und Lernende zu regemWetteifer aufzumuntern und wurde sogar die Veranlassung, daß imJahre 1841 Ihre Majestät die Königin Elisabeth die Gnade hatte,die Luisenschnle mit Höchstihrer Gegenwart zu beehren, ein Ereignis,das zu einer erhebenden patriotischen Feier in der Schule Anlaß gab.
Um die Einnahmen der Schule, die fast ausschließlich aus denErträgen des Schulgeldes gewonnen wurden, zu mehren, wandte sichdas Kuratorium im Jahre 1840 an die hiesige Königliche Regierungmit der gehorsamen Bitte, bei der Königlichen Staatsregierung dahinzu wirken, daß der Luisenschnle eine jährliche Unterstützung von 300Thlrn. ans den: bergischen Schulfonds bewilligt würde. In der Petition,die dasselbe zu diesem Zweck der Königlichen Regierung einreichte,wurde ausgeführt, daß man z. Z. davon Abstand nehmen müsse, dieZivilgemeinde in Düsseldorf um einen Zuschuß anzugehen, da dieseaugenblicklich für die neu errichtete Realschule schwere Opfer zu bringenhabe, auch sei keine Hülfe seitens der evangelischen Gemeinde zu erwarten,indem diese zur Unterhaltung ihres 90 jährigen Pfarrers soeben noch