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Zur Geschichte der Städtischen Luisenschule und der mit ihr verbundenen Lehrerinnenbildungsanstalt zu Düsseldorf : Festschrift zur Feier des fünfzigjährigen Bestehens der Anstalt am 30. Oktober 1887
Entstehung
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gelt der Schule in guten und bösen Tagen nahe gestanden und durchumsichtigen Rast durch Beteiligung am Unterricht und opferfreudigeZuwendung materieller Mittel feine große Liebe zu der Anstalt, dieer ins Leben gerufen hatte, bethätigt. Die spezielle Leitung und Über-wachung des Unterrichts war bis zum Jahre 1845 dem damaligenDivisionspfarrer Thielen anvertraut, der zugleich mit großer Bereit-willigkeit den Unterricht in Geschichte und englischer Sprache übernahm,von dieser Zeit ab dem Pastor Krafft übertragen, der bis zu feinem 1851erfolgten Eintritt als Religionslehrer der Realschule mit hingebendem undselbstlosem Eifer die Interessen der Luisenschule wahrgenommen hat, indemer ohne Remuneration wöchentlich eine Reihe von Lehrstnnden in Reli-gionslehre, Kulturgeschichte und deutschen Aufsatz übernahn?, geeigneteLehrkräfte ihr zuführte und den christlichen Geist der Schule zu erhaltenwußte. Die Pflege guter weiblicher Sitte in der Schule sowie derVerkehr mit den? Elternhause war Frl. v. Erkelenz anvertraut. Dochnicht gar lange hat letztere der Schule als Lehrerin angehört; schonim Jahre 1840 trennte sich dieselbe von der Anstalt, um wieder eineeigene Schule zu gründen, die sie als Konkurrenzanstalt der Luisenschnlebis zum Jahre 1854 fortgeführt hat. Mit ihr verließ auch zugleichHerr Kandidat Holt Haufen die Luisenschnle, dessen Stunden teilweisevon Pastor Spies übernommen wurden. An die Stelle von Frl.v. Erkelenz trat Frl. Grand'Ry, eine geborene Belgierin, der auchder französische Unterricht der Anstalt übertragen wurde. Herr KandidatHoltHausen wurde durch den Kandidaten Vormbaum ersetzt, dem biszur Übernahme der Schule durch die evangelische Gemeinde noch eineganze Reihe anderer Kandidaten, wie Horle, Junghaus, Hempel,Leipold und Meumaun gefolgt sind. Die Luisenschnle teilte in dieserHinsicht das Schicksal aller anderen Privatschulen; sie konnte ihre Lehrernicht dauernd fesseln, weil sie ihnen keine definitive Anstellung zu bietenvermochte. Im Jahre 1842 wurde an Stelle der ausscheidenden Frl.Grand'Ry Frl. Julie Quincke als weiblicher Vorstand für die Anstaltgewonnen, die ihr 20 Jahre lang mit regem Eifer und hingebenderBerufstrene gedient hat; zwei Jahre später trat auch deren SchwesterFrl. Marie Quincke in den Dienst der Schule ein, um gemeinsam mitFrl. Delalain den französischen Unterricht zu übernehmen, währendMiß Steel, eine geborene Engländerin, mit dem englischen Unterrichtbetraut wurde. Zur Wahrnehmung des Unterrichts in weiblichen Hand-arbeiten wurde Frl. Auguste Richter von hier berufen, die bis zu ihrer