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Zur Geschichte der Städtischen Luisenschule und der mit ihr verbundenen Lehrerinnenbildungsanstalt zu Düsseldorf : Festschrift zur Feier des fünfzigjährigen Bestehens der Anstalt am 30. Oktober 1887
Entstehung
Seite
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Z. 9. Den mathematischen Unterricht faßt die Töchterschnlcunter zwei Gesichtspunkte. Sie will nämlich ihre Schülerinnenmit allen im Handel und Verkehr üblichen Rcchenarten bekanntmachen und solche bis zur Fertigkeit einüben, und beabsichtigtzweitens, die Anschauung kontinuirlicher Größen soweit zu weckenund zu bilden, als zum Verstehen der Rechnungen in Maaß undGewicht unentbehrlich ist und beim Unterrichte in der mathema-tischen Geographie vorausgesetzt wird. Um beides zu erreichen,wird sie mit den Schülerinnen die 4 Spezies in ganzen Zahlenvom rationellen Standpunkte aus wiederholen und durch Kopf- undTafelrechnen einüben, so daß der Unterricht in der zweiten Klassemit der Lehre von den Proportionen eröffnet werden kann. IhrZiel läßt sich nur annähernd dahin festsetzen, daß die Lehre vonder Zinsenrechnung sich an die zweite Klasse anschließt, oder dieerste eröffnet. Parallel nnt diesem Rechenunterricht geht, wieeben angedeutet, in der untersten Klasse mit den Formen ansangend,der geometrische Unterricht durch alle Klassen, und wird der Lehrerangewiesen werden, die Elementarsätze der Naturlehre zu gelegenerZeit einzuschalten.

Z. 10. Der Unterricht in der Naturbeschreibung gehört inPflanzen-, Tier- und Mineralkunde in den Lehrplan der Töchter-schule. Die Verteilung des Stoffs auf die Klaffen muß mit denLehrern beraten werden.

Z. 11. Den Unterricht in der Geographie wird die Töchter-schule streng wissenschaftlich behandeln und ihn daher nicht eher zuerteilen anfangen, bis die Anschauung der mathematischen Hülfs-mittel und der Naturprodukte einigermaßen geübt ist. Der Anfangdes geographischen Unterrichts kann erst in der zweiten Klasse vonunten gemacht werden.

Z. 12. Die Geschichte der Staaten und Völker tritt gleich-falls erst in der zweiten Klaffe von unten in den Lehrplan undwird das Klassenziel in eine chronologisch-geographische Übersichtder alten Welt und des Mittelalters gesetzt. Der ersten Klassekann keine größere Aufgabe gestellt werden, als dieselbe Übersichtbis auf das 19. Jahrhundert fortzusetzen.

Von der Erweiterung der Schule wird es abhängen, in wieweit die Geschichte der Griechen und Römer, das Mittelalter und