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Zur Geschichte der Städtischen Luisenschule und der mit ihr verbundenen Lehrerinnenbildungsanstalt zu Düsseldorf : Festschrift zur Feier des fünfzigjährigen Bestehens der Anstalt am 30. Oktober 1887
Entstehung
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Z. 4. Sie prüft unter Vorsitz des Kuratorii und Zulassungder Eltern die zu Michaelis und Ostern bei dem Direktor anzu-meldenden Schülerinnen und nimmt nur solche auf, welche denersten Elementarunterricht absolviert haben.

Z, 5. Sie setzt das Alter der Aufnahme aus das vollendete10. Lebensjahr und das der Entlassung auf das vollendete15. Jahr annährend fest.

Z. 6. Den Unterricht in den biblischen Historien des altenund neuen Testamentes hat sie für die unterste Klasse in denLehrplan aufgenommen und wird im übrigen die Einrichtungtreffen, daß die von den Pfarrern gehaltenen Katechisationenregelmäßig besucht werden können.

Z. 7. Nach dem Religionsunterricht hält sie den in derMuttersprache für ihre wichtigste Aufgabe und läßt ihn in allenKlassen erteilen.

Das Ziel der untern Klasse ist ein richtiges und fertigesLesen deutscher Prosa, fehlerfreies Schreiben nach Diktieren undeigner Fassung kurzer Sätze unter steter Übung des Gedächtnissesim Auswendiglernen, Aufsagen ausgewählter Stücke.

Die Aufgabe der zweiten Klasse ist, daß die Grammatik derdeutschen Sprache in der Art gelehrt wird, daß zugleich dieGrundlage der Grammatik fremder Sprachen bezeichnet und inBegriffsbestimmungen, Redeteilen und Flexionen so weit festgestelltwird, daß der Unterricht in einer andern Sprache ohne Ein-übung der Formenlehre angefangen werden kann.

Die Aufgabe der ersten Klasse ist, die Schülerinnen mit deinGehalt und Geist der Muttersprache bekannt zu machen.

Solches geschieht durch Lesen und Erklärung ausgewählterStücke in Prosa und Poesie, durch Nachahmung vorgehaltenerMuster in der Beschreibung und Erzählung und demnächst durchfreie Arbeiten.

Die Einführung in die deutsche Litteratur muß der Erwei-terung der Anstalt durch Hinznfügung von Klassen vorbehaltenbleiben.

Z. 8. Auf eine feste und schöne Handschrift legt dieTöchterschule den verdienten Wert und giebt, solche in deutschenund lateinischen Charakteren nachzuweisen, durch alle Klassen Lehreund Anweisung.