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des Lehrplans der Anstalt an das Presbyterium die ergebenste Bitte,die Schnle als Gemeindeschule anzunehmen: „Da die intellektuelle undethische Bildung der heranwachsenden Töchter der evangelischen Gemeinde",so hieß es in dem betreffenden Schreiben, „von nicht geringer Wichtig-keit ist, so glauben die Unterzeichneten annehmen zu dürfen, daß es fürein löbliches Presbyterium nicht ohne Interesse sein werde, auf dieseBitdungsanstalt denjenigen Einfluß auszuüben, der ihn: in solchen An-gelegenheiten gebührt, und da es für das Gedeihen und eine gesegneteWirksamkeit dieser Schule nicht minder wichtig ist, wenn dieselbe derKategorie subjektiver Privatschulen entzogen wird, so hoffen wir gern,daß es den Vorstehern der hiesigen evangelischen Gemeinde gefallenwerde, diese Anstalt als eine Gemeiudeanstalt anzunehmen und derselbenallen erforderlichen Schutz und Fürsorge angedeihen zu lassen, wie solcheauch unter gleichen Umständen an andern Orten geschehen ist." Schließ-lich wird das Presbyterium ersucht, der Repräsentation den Plan zurBilligung vorzulegen und die Genehmigung der Königlichen Regierungnachzusuchen.
Daß die Gründung einer höheren weiblichen Erziehungsanstalteinen: tief gefühlten Bedürfnis entsprach, zeigte sich darin, daß gegen50 Kinder für den Besuch derselben angemeldet wurden. Um so größerwar daher das Verlangen der beteiligten Eltern, die Schule baldigstzu eröffnen, um ihren Kindern die Wohlthat eines geordneten Schul-unterrichts angedeihen zu lassen. Als daher das Presbyterium widerErwarten zögerte, den: Verlangen derselben zu entspreche::, und mehrereAufforderungen seitens des Vorstandes, die Schulangelegenheit zu be-schleunigen, sich fruchtlos erwiesen, so beschloß eine neue Versammlungder beteiligten Eltern von: 4. Mai, die Anstalt vorbehaltlich der höherenAntorisation und unbeschadet der demuächstigen Entscheidung der Ge-meinderepräsentativn mit den: 1. Juni ins Leben zu rufen. Zu diesen:Zwecke konstituierte sich der bisherige Ausschuß, in welchen statt desausscheidenden Regierungsrats Altgelt Herr Münzinspektor Nölle zurFührung der Kassengeschäfte eintrat, als ständiges Kuratorium derhöheren Mädchenschule, übertrug den: Herrn Regierungsrat Alt geltdie provisorische Leitung der Anstalt und berief in: Namen aller Betei-ligten den Lehrer Gottfried Bender zu Weyer am Wald als zweitenund Herrn H. Köfter als dritten Lehrer der Anstalt und übertrugdem ersteren zugleich den Zeichenunterricht der Schule.