Druckschrift 
Zur Geschichte der Städtischen Luisenschule und der mit ihr verbundenen Lehrerinnenbildungsanstalt zu Düsseldorf : Festschrift zur Feier des fünfzigjährigen Bestehens der Anstalt am 30. Oktober 1887
Entstehung
Seite
17
Einzelbild herunterladen
 

17

wurde der Organisationsplan verlesen und demselben bis ans geringeAusstellungen ein allseitiger Beifall gezollt. Zugleich wurde ein provi-sorischer Ausschuß, bestehend aus den Herren Regicrungsräten Sackund Alt gelt, dem Herrn Konsistorialrat v. Oven und dem MajorMenkhoff gewählt, nnd der einstimmige Beschluß gefaßt, mit derAusführung des Organisativnsplanes ungesäumt vorzugehen. Dabeiwurde in Betracht gezogen, daß zur Sicherung eines dauerndenBestehens der projektierten Anstalt es erforderlich sei, daß dieselbeeiner sanktionierten Korporation sich anschließe, indem ohne eine solcheAnlehnung das Institut weder Eigentum oder Gerechtsame erwerben,noch als Privatunternehmen, dessen Gründer binnen kurzem sich trennenmüßten, auf dauernden Bestand rechnen könne. In Anbetracht jedoch,daß das projektierte Institut außerhalb des Kreises der Elementar-schulen lag, hielt es die Versammlung nicht für angemessen, den besonderenSchutz der Stadtverwaltung anzurufen, glaubte aber annehmen zumüssen, daß das Presbyterium, eventuell die Repräsentation der evan-gelischen Gemeinde nicht abgeneigt sein werde, den ihr verfassungsmäßigzustehenden Einfluß auf das Wohl der Gemeinde auch auf die Ober-aufsicht über die intellektuelle Bildung und die moralische Erziehung derheranwachsenden Töchter der Gemeinde auszuüben. Es wurde demgemäßeinstimmig beschlösse!?, der Ausschuß möge unter Mitteilung der bis-herigen Verhandlungen das Presbytcrium der evangelischen Gemeindeersuchen, die neue Anstalt als Pflegekind zu adoptieren, die Wahl desKuratoriums der Schule aus den beteiligten Familienvätern, sowie dieWahl des Direktors vorzunehmen und die Anstalt bei den vorgesetztenBehörden zu vertreten.

Frl. v. Erkelenz, die ebenfalls mit zur Beratung zugezogenwar, gab die Erklärung ab, sie sei bereit, ihre Anstalt mit der pro-jektierten Schule zu verschmelzen, ihr Schnlmobilar gegen entsprechendeVergütung für dieselbe zur Verfügung zu stellen und sprach dieErwartung aus, daß bei dem Zutrauen, das sie in ihrem Privatinstitutgenossen, man ihr die Leitung der neuen Anstalt und den Unterricht inder französischen und englischen Sprache übertragen werde. Ebensoboten Herr Pfarrer Monjs und Herr Kandidat HoltHansen ihreBeteiligung an dem Unterrichte in der neuen Schule an, die mit Dankangenommen wurde.

Der obengenannte Ausschuß entledigte sich alsbald des ihmgewordenen Auftrags und richtete am l. April 1837 unter Einreichung