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Zur Geschichte der Städtischen Luisenschule und der mit ihr verbundenen Lehrerinnenbildungsanstalt zu Düsseldorf : Festschrift zur Feier des fünfzigjährigen Bestehens der Anstalt am 30. Oktober 1887
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verflossenen Jahre gelungen, die hiesige evangelische Elementarschule mitden erforderlichen Lehrkräften zu versehen und in drei Klassen beigetrennten Geschlechtern in der zweiten und ersten Stufe so einzurichten,daß solche nach Ausscheidung der Armenschüler und nach Gewinnung einesdurchaus geräumigen und gesunden Lokals jeder billigen Anforderungvollkommen entspreche; er könne daher diese Elementarschule auch denEltern der höheren Stände für ihre Kinder unbedingt empfehlen. Vonden zur Fortsetzung des Unterrichts für die weibliche Jugend hier vor-handenen Anstalten könne diese vorteilhafte Schilderung nicht gemachtwerden. Die von Frl. v. Erkelenz unter deni 15. März 1833 aufWiderruf erteilte Konzession zur Eröffnung einer höheren Mädchenschule,der einzigen, welche hierorts einer evangelischen Lehrerin verliehen, habezwar den Erfolg gehabt, daß diese Anstalt auf 37 Schülerinnenangewachsen sei, welche in drei getrennten Klassen von der Vorsteherin,ferner dem Frl. Knappe, den beiden Frl. Gordon, dem Frl. Knsen-berg und dem Predigtamts-Kandidaten Holthansen unterwiesen würden.Die am 16., 17. und 22. Dezember v. I. abgehaltene Visitationdieser Anstalt habe ihm auch die Ueberzeugung geliefert, daß die Vorsteherin mit ihren Gehülfinnen eifrig bemüht gewesen sei, sich denSchülerinnen so nützlich als möglich zu machen, auch daß namentlichdie Vorsteherin ein pädagogisches Talent entwickelt habe; was aber denwissenschaftlichen Standpunkt der Schule betreffe, so müsse er sich dahinaussprechen, daß derselbe den Anforderungen an eine Töchterschule nichtgenüge, auch nicht genügen könne, da den Lehrerinnen eine methodischeVorbildung abgehe und diese weder durch den Eifer der Lehrenden nochdurch den Fleiß der Lernenden zu ersetzen sei.

Bei diesem Befunde habe er zur Abhülfe eines vielseitig gefühltenBedürfnisses den Organisationsplan einer höheren Töchterschule ent-worfen, habe in Anerkennung der Sorgfalt, welche die Vorsteherin Frl.v. Erkelenz bewiesen, dieselbe ausgefordert, bei deren förmlicher Kon-stituierung sich zu interessieren, habe ferner Erklärungen des PfarrersMonjs und des Kandidaten Holthansen über deren Geneigtheit zurMitwirkung eingezogen und beehre sich, diesen Organisationsplan einerhöheren Töchterschule nebst den Erklärungen des Frl. v. Erkelenz, desPfarrers Monjö und des Kandidaten Holthansen in den Urschriftenden versammelten Familienvätern zur Mitberatung vorzulegen.

Nachdem von den Anwesenden das dringende Bedürfnis der förm-lichen Konstituierung einer höheren Töchterschule ausgesprochen worden,