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Die Lehren der Astronomie
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Astronomie. Cap. XIII

637) Nachdem auf solche Art die Zahl der Tage, diejedes Jahr enthalt, bestimmt war, mußte man zunächst,um die Kenntniß der Zeit vollkommen zu machen, fürdie genaue Jdentisicirung eines jeden einzelnen TagcSSorge tragen, was dadurch geschah, daß man jedem einenbekannten und allgemein gebräuchlichen Namen beilegte.Da inzwischen die Zahl der Tage eines ganzen Jahreszu groß ist, als daß das Gedächtniß bestimmte Namenfür einen jeden derselben leicht behalten konnte, so habenalle Nationen das Bedürfniß gefühlt, das Jahr in meh-rere Abschnitte von einer geringern Ausdehnung zu zer-theilen, einem jeden derselben einen Namen zu geben,und die in ihm enthaltenen Tage durch Zahlen, oderdurch irgend eine andere besondere Benennung, zu be-zeichnen. Man hat zu diesem Behuf häusig den Monds-monat angewendet, und einige Nationen haben sogareine ans den Mondslauf gegründete Zeitrechnung einersolchen, die sich nach dem Sonnenläufe richtet, überhauptvorgezogen, wie es die Türken und Juden noch bis ausden heutigen Tag thun, die ihr Jahr aus t2 Mondsmo-naten, oder 355 Tagen bestehen lassen.') Die bei unseingeführte Cinthcilung deS Jahres in zwölf ungleicheMonate ist durchaus willkührlich, und gibt oftmals zuVerwirrung Anlaß, wegen der Zweideutigkeit, die zwischendem Mondsmonate und dem Kalcndcrmonate stattfindet.Den Schalttag hat man dem Februar zugetheilt, weil erder kürzeste von allen Monaten ist.

') Der Metonische Eyclus, oder die von Mcton, einem griechischenMathematiker, entdeckte Thatsache, daß t!) Sonncnjahre gerade2S5 synodische Mondsumläufc enthalten (was in der That äu-ßerst nahe der Fall ist,) wurde mit Recht von den Griechen sehrgeschäht, weil daraus das Verhältniß zwischen den Sonnen- undMot.dsjahrcn hervorging, und es wurden deßhalb dem Entdeckerdes Cyclus Ehrenbezeugungen zuerkannt.