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Die Lehren der Astronomie
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Sternhaufen. 471

geheftet bleibt.') Durch Fernrohre sieht man in dieser

Gruppe fünfzig bis sechzig helle Sterne, die aus dieseArt einen sehr mäßigen, von dem übrigen Himmel gleich-sam isolirtcn Raum einnehmen. DaS Sternbild, welchesman das Haupthaar der Bcrenice nennt, ist eine anderederartige Gruppe, die eine noch größere Ausdehnung hatund aus viel helleren Sternen besteht.

6lh) In dem Stcrnbilde des Krebses befindet sichein ähnlicher, nur nicht so bestimmter, leuchtender Fleck,welchen man Prasepc oder die Krippe nennt, und derschon durch ein sehr mäßiges Fernrohr, z.B. durch einengewöhnlichen Kometcnsuchcr, gänzlich in Sterne aufgelö-set wird. Ein anderer Fleck von derselben Art, der aberschon ein stärkeres Fernrohr erfordert, um die einzelnenSterne, die in ihm zusammengchauft sind, von einanderabzusondern, befindet sich in dem Schwcrtgriffc des Per-scus. Solche Flecke nennt man Sternhaufen; undvon welcher Art auch die Natur derselben seyn möge, soist so viel gewiß, daß der Bereinigung einer so großenMasse von Sternen in ihnen, andere Gescze zum Grundeliegen, als diejenigen, wonach die Fixsterne im Allgemei-nen an der Oberfläche des Himmels vertheilt sind. Zudiesem Schlüsse werden wir noch weit mehr berechtigt,wenn wir diese und ähnliche Flecke mit sehr kraftvollenTeleskopen untersuchen. Es giebt eine große Zahl vonObjekten am Himmel, welche man irrig für Kometen

') Es ist ci» sehr bcmerkcnswcrthcr Umstand, daß der Mittelpunktder Nczhaut für schwache Lichtcindrücke bei weitem weniger em-pfindlich ist, als die äußeren Theile derselben. Wenige Perso-nen können den Umfang, bis zu welchem sich diese Verhältniß-mäßige Uncmpfindlichkcit erstreckt, beurtheilen, ehe sie Versuchedarüber angestellt haben. Um sich eine Idee davon zu machen,möge der Leser abwechselnd, geradezu und seitwärts, einen Sternvon der fünften Große betrachten; oder er möge sich zwei gleichhelle Sterne, die ungefähr drei oder vier Grade von einanderabstehen, auswählen, und den einen von ihnen geradezu insAuge fassen, dann wird er wahrscheinlich nur den andernsehen; so ist es wenigstens bei mir ber Fall. Dieser Umstanderklärt es uns, warum wir bei dem ersten allgemeinen Ueber-blick des Himmels die Menge der Sterne so groß finden, undverhältnißmäßig so gering, wenn wir anfangen, sie wirklichzu zählen. — Der Verfasser.