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Astronomie.
Cap. XI
schleppen haben, verhältnißmäßig vermindert wirb.') Ansdiese Art ist es also leicht, sich einen Begriff davon zumachen, wie eine selche, der Pracession ähnliche und sichwie diese, durch außerordentliche Langsamkeit auszeich-nende Bewegung aus den hierbei wirkenden Ursachenentspringen kann.
52t>) Ein Fortrücken der Knoten des Acquators derErde auf irgend einer gegebenen Ebene, entspricht nuneiner conischen Bewegung der Axe derselben um ein aufdiese Ebene gefälltes Perpendikel. In dem vorliegendenFalle ist aber diese Ebene nicht dic^Ekliptik, sonderndesist die jedesmalige Ebene der Mondsbahn; und es ent-steht jczt die Frage, wie sich dieses mit dem, was imArt. 2«<i über die Natur der fraglichen Bewegung derErdaxe gesagt worden ist, vereinigen läßt. Die Antwortbierauf ist, daß, da die Knoten der Mondöbabn selbstbestandig und rasch zurückschrciten, während die Neigungderselben beinahe unverändert bleibt, derjenige Punkt ander Himmelskugel, um welchen der Pol der Erdare mitder, der Präcession eigenthümlichen Langsamkeit sich dreht,selbst eine Kreisbahn um den Pol der Ekliptik beschreibt,
') Daß eine vollkommene, homogene Kugel hinsichtlich einer Be-wegung der Knoten ihres Acquators unter dem Einflüsse einesentfernten anziehenden Körpers völlig träge und indifferentbleiben wird, erhellet daraus, daß die Richtung der Resultanteder Attraktionen eines solchen Körpers, oder die Richtung dereinzelnen Kraft, welche, jener entgegengesczt, die ganze Wir-kung derselben neutralisircn und aufbeben würde, nothwendig ineiner Linie liegt, die durch den Mittelpunkt der Kugel geht,und daß mithin kein Bestreben vorhanden seyn kann, die Kugelauf die eine oder die andere Seite zu drehen. — Der Leserkönnte vielleicht den Einwurf machen, daß man sich die ganzeKugel als aus Ringen bestehend, vorstellen könne, die jedenmöglichen Durchmesser haben und sämmtlich mir denn Aequalorderselben parallel laufen, und daß folglich ihre Knoten zurück-gehen müssen, selbst ohne einen erhöhten Acquaror. DieserSchluß ist irrig, aber die uns vorgczeichnctcn Grenzen gestattenes nicht, in eine nähere Erörterung seiner Unrichtigkeit einzu-gehen. Wir müssen indessen im Allgemeinen daran erinnern,daß wohl kein Gegenstand der Dynamik mehr Irrthümern die-ser Art ausgcsezt ist, die, bei jeder Veränderung des Gesichlo-punktes, nur durch die sorgfältigste Umsicht und Aufmerksamkeitentdeckt werden können. —