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Die Lehren der Astronomie
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Astronomie.

Cap. X

scbcuräume dieser aufeinander folgenden Erscheinungen75 und 7t> Jahre betrugen, so wurde Haller) dadurchdestärkl, das Wiedererscheinen dieses Kometen gegen daSJahr 1759 vorauszusagen. Eine so merkwürdigeVorhersage mußte unfehldar die Aufmerksamkeit allerAstronomen erregen, und als die Zeit herannahte, wurdees äußerst interessant, zu erfahren, od die Anziehungender großem Planeten nicht wesentlich störend auf die Be-wegung des Kometen in seiner Bahn einwirken möchten.Es wurde die Berechnung ihrer Einwirkung nach N e w-t on's Gcscz der Schwere, eine höchst schwierige und ver-wickelte Aufgabe, — begonnen und ausgeführt von Elai-raut, welcher fand, daß die Wirkung des Saturn dieRückkehr deS Kometen um mo Tage und diejenige desJupiter um nicht weniger als 5iü Tage, also im Gan-zen um KIL Tage verzögern müsse, weohalb die erwarteteRückkehr desselben später erfolgen werde, als unter derAnnahmt, daß er eine unveränderte UmlaufSzeit beibe-halte, — und daß mit einem Worte der erwartete Durch-gang durch seine Sonnennähe innerhalb eines Monatsvor oder nach der Mitte des April l759 stattfindenwerde.

Er fand wirklich in diesem Jahre am 12. März statt.Die nächste Rückkehr dieses Kometen zu seiner Sonnen-nähe ist von den Herren Dumoiüunn, IK'iitcmorilaiil undIkvscnilnai'gai' berechnet und von dem erstgenannten Astro-nomen auf den 4tcn, von dem zweiten auf den 7tcn undvom dritten auf den t2tcn November des Jahres t«5Sbestimmt worden;*) zwei bis drei Monate vor dieser Zeit

') Anmerkung. Der Durchgang durch die Sonnennähe ist wirk-lich erfolgt am raten November l8Z5 , wenige Minuten vorMittag. — Um die Mitte Oktobers erschien der Komet amgrößten; sein Schweif harre eine Länge von ra bis so Graden,war aber dabei sehr blaß. Man würde indessen hieraus mitUnrecht schließen, daß der Komet abermals an Größe und äu-ßerlichem Ansehn abgenommen habe, wie denn überhaupt dieBehauptung einer allmähligcn, wirklichen Abnahme dieses Ko-meten bei seinen jedesmaligen Wicdercrschcinungcn durchausnicht gehörig begründet ist. Der scheinbare Glanz eines unddesselben Kometen hängt ganz besonders von seiner gleichzei-tigen günstigen Stellung zur Sonne und zur Erde ab. Fin-det die eine ohne die andere statt, so wird der Komet immer