Mittlere und wahre Lange der Senne. ZZ?
derum diese Eigenschaft, welche auf die Sonne, als denfesten Mittelpunkt, übergeht, um welchen sie ihre Bahndurchlauft. Wie wir durch die Anwendung der tagli-chen Parallaxe gelernt haben, uns, wenn wir durch dietagliche Bewegung der Erde in unseren Untersuchungengestört werden, in Gedanken von unserem Beobachtungs-orte auf der Oberflache der Erde in den Mittelpunktderselben zu versehen: gerade so würden wir, wenn wirdie Bewegungen der Planeten erforschen wollen, unsimmer durch die Umlaufsbewegung unseres Gesichts-punktes gestört finden, wenn wir nicht durch Berücksich-tigung der jährlichen oder he lioc en t r i sch e n P a-rallaxe, wie man sie nennen kann, uns bestimmenließen, alle unsere Beobachtungen dieser Planeten aufden Mittelpunkt der Sonne, oder vielmehr auf den ge-meinschaftlichen Schwerpunkt der Sonne und der ande-ren Himmelskörper zu beziehen, welche mit derselbenin unserem Systeme verbunden sind. Daraus entstehtder Unterschied zwischen dein geocentrischen undheliocentrischen Orte eines Himmelskörpers. Er-sterer bezieht die Lage desselben im Raume auf eineimaginäre Kugel von unendlichem Halbmesser, derenMittelpunkt der Mittelpunkt der Erde ist; letzterer be-zieht sie auf eine mit der Sonne concentrische Kugel. Wennwir also von h e l i o ce n t risch en Langen und Brei-ten der Himmelskörper sprechen, so denken wir unsden Beobachter in die Sonne versetzt, und beziehen siedurch Kreise, welche senkrecht auf der Ebene der Eklip-tik stehen, auf den größten Kreis am Himmel, den dieunendliche Ausdehnung dieser Ebene an demselben be-schreibt.
317) Derjenige Punkt an der imaginären concavenOberfläche eines unendlichen Himmels, auf welchen einBeobachter in der Sonne die Erde bezieht, muß alsodemjenigen diametral gegenüber liegen, auf welchenein Beobachter auf der Erde den Mittelpunkt der Sonnebezieht; die heliocentrische Breite der Erde ist folg-lich immer —0, und ihre heliocentrische Lange ist immerder geocentrischen Länge der Sonne ss- 18l>" gleich.Die heliocentrischen Nachtgleichen und Solstitien sind