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Die Lehren der Astronomie
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Astronomie.

Cap. IV.

selbe drehete, und Sonne, Mond und Sterne bei ibrcrtäglichen Bewegung mit herumführte. Wäre es aber nichtder Fall, so mußten wir alle solche Gedanken aufgeben,und ganz speciell in die individuelle Natur jedes Him-melskörpers mit der Absieht eindringen, sowohl die Ge-setze seiner eigenthümlichen Bewegungen zu entdecken,als auch, ob irgend eine, und zwar welche, Verbindungzwischen ihnen bestehe.

248) Dieses ist indessen so wenig der Fall, daß ganzoberflächliche Beobachtungen hinreichend sind, um zuzeigen, daß wenigstens manche Himmelskörper, und zwargerade die glänzendsten, unter den übrigen beständigihren Ort verändern. Beim Monde z. B. geschieht die-ses so rasch und auffallend, daß die Veränderung seinerLage in Bezug auf solche glänzende Sterne, die zufalligin seiner Nähe sind, in einer schönen Nacht schon nacheinigen Stunden bemerkbar wird; und wenn man zweiNachte nach einander darauf Acht giebt, so muß dieseVeränderung selbst dem sorglosesten Beobachter auffallendseyn. Auch bei der Sonne findet eine beständige undrasche Veränderung ihres Ortes unter den Sternen statt,obschon man sie, weil die Sterne dem unbewaffnetenAuge den Tag über unsichtbar sind, nicht so leicht erken-nen kann, und entweder, um sie zu messen, Fernrohreund Wiukeliustrumeutc anwenden, oder längere Zeit hin-durch die Beobachtung fortsetzen muß, um sich davonzu überzeugen. Man braucht indessen sich nur daranzu erinnern, daß sie im Sonmier eine größere Meridian-hohe als im Winter hat, und den Umstand zu berück-sichtigen, daß die Sterne, welche des Nachts sichtbarwerden, mit der Jahreszeit wechseln, um die Ueberzeu-gung zu gewinnen, daß in dieser Zwischenzeit eine großeVeränderung in dem relativen Stande der «>onne gegenalle anderen Sterne eingetreten seyn muß. Außer derSonne und dem Monde giebt es auch noch mehrere an-dere Himmelskörper, die man Planeten nennt, welchegroßentheils schon dem unbemaffneten Auge als die größ-ten und glänzendsten Sterne erscheinen, und dasselbe Phä-nomen einer beständigen Veränderung ihres Ortes unterden Sternen darbieten, indem sie denjenigen, auf welche