160 Astronomie. Cap. lll.
nach 1? übergetragene Zeit weiter bis nach 5 befördert,il»d man ist so endlich im Stande, die Pendeluhren bei-t und 55 zu vergleichen. Das Verfahren kann so oftwiederholt werde», als es nothig scheint, um durcheinen mittleren Durchschnitt von mehreren Resultatenetwaige Fehler zu vernichten; und wenn auf der gan-zen Linie die Standorte zahlreich sind, so lassen sich,indem man eine Reihenfolge von Signalen unterhalt,so daß jeder Beobachter abwechselnd die ihm auf jederSeite gegebenen notirt, (welche Anordnung leicht vor-her durch Uebereinkunft getroffen werden kann), vieleAergleichungeu anstellen, die längs der ganzen Linieauf einmal fortlaufen, wodurch, außer der Zeitersparniß,noch andere Vortheile gewonnen werden. *) Bei wich-tige» Falle» wird dieses Verfahre» gewöhnlich mehrereNachte nach einander wiederholt.
217) Statt der künstlichen Signale kann man auchnaturliche, wenn sie hinlänglich bestimmt für die Beob-achtung stattfinde», eben so gut anwende».
In einer heitern Nacht istdie Zahl derjenigen besonder»Meteore, welche unter dem Name» der Sternschnuppenbeobachtet werden, gewohnlich sehr groß; und da siesehr plötzlich erscheinen und verschwinden, auch wegender großen Hohe, in welcher sie der Eifahrung zufolgestattsindeu, über ausgebreitete Strecken der Erdober-fläche sichtbar sind, so unterliegt es keine»: Zweifeldaß ma» sich ihrer, nach vorausgegangener Ueberein-kunft zwischen entfernten Beobachtern, sie beobachte»und notiren zu wollen, mit Nutzen bedienen konne.^)
218) Eine andere Art natürlicher Signale von nochweit größerer Ausdehnung und Allgemeinheit (indem
*) Eine vollständige Beschreibung dieses Verfahrens und derArt und Weise, wie inan das vorthcilhaftcste Resultat auseiner Combination aller Beobachtungen erhält, findet manin einer Abhandlung über die Differenz der Längen vonGreenwich und Paris, ?l>i>osopfiicn>I l'ransnctions t8sl>, vondem -Verfasser dieses Werkes.
Diese» Vorschlag hat zuerst der verstorbene Dr. lVIssstel^negemacht.