Astronomie.
Cap. III.
von der Pendeluhr in u angezeigten Zeit nach Berück-sichtigung ihres Fehlers und Ganges erhalte» wor-den ist. Es ergiebt sich folglich als Differenz ihrerörtlichen Epochen 4 M. I) S., und dieses ist auch dieDifferenz der Längen beider Orte in Zeit, oder 1",v" im Stnndcuwiukel.
214) Die Genauigkeit der endlichen Bestimmungkann noch dadurch erhobt werden, daß mau mehrereSignale in bestimmten Zwischenränmcn giebt und beob-achtet; alsdann wird jedes derselben eine Vergleichungder Zeiten gewähren, und man kann sich auf das mitt-lere Resultat aller dieser Vergleichungcn mehr verlas-sen, als auf dasjenige einer einzelnen Vergleichung.Auf diese Art kann man den Fehler, der durch dieVergleichung der Uhren herbeigeführt wird, als ganzvernichtet betrachten.
21S. Die Entfernungen, in welchen Signale sicht-bar gegeben werden können, sind abhangig von derBeschaffenheit des dazwischen liegenden Landes. Aufdem Meere kann man die Erplosion von Raketen leicht4V oder 00 englische Meilen weit erkennen; und in ge-birgigen Gegenden kann man die Flamme des in einemoffenen Löffel entzündeten Schießpulvers auf noch weitgrößere Entfernungen sehen, wenn dazu ein zweckmäßi-ger Ort gewählt wird. Der Iwischenraum zwischenden Bcvbachtungsorteu kann anch dadurch großer an-genommen werden, daß man die Signale nicht an ei-nem derselben, sondern an einem zwischen beiden lie-genden Punkte geben laßt; denn sobald sie nur vonbeiden BeobachtnngSortcn ans gesehen werden können,so ist es ganz gleichgültig, wo sie gegeben werden.Immer aber würde der Zwischenraum, den mau aufdiese Weise umfassen kann, sehr beschränkt, und dasMittel folglich von geringem Nutzen seyn, ohne diesinnreiche Erfindung, durch welche es auf jede Entfer-nung ausgedehnt, und über jeden noch so schwierigenLandesstrich fortgepflanzt werden kann.
210) Diese Erfindung besteht darin, zwischen denäußersten Standorten, deren Langendiffcrcnz man aus-mitteln will, und wo die örtlichen Zelten beobachtet