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Die Lehren der Astronomie
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Astronomie.

Sap. IN.

selbe muß auch nothwendig zur Folge haben, daß ent-fernte Niederlassungen, unter demselben Meri-diane, in ihrer gewöhnlichen Zeitrechnung um einenTag differiren, je nachdem sie von Colonisten bevölkertworden sind, die in einer östlichen oder in einer westli-chen Richtung anlangten, — ein Umstand, der eineseltsame Verwirrung herbeiführen kann, wenn sie miteinander in Conimunication treten sollten. Die einzigeArt und Weise, dieser Zweideutigkeit abzuhelfen, undden Streit zu schlichten, den eine solche Differenz vcr-r, lassen kann, besteht darin, nach Aeguinocrialzeit zurechnen, welche nie zweideutig seyn kann.

2IS) Es ist für Geographie und für Schifffahrtzu bedauern, daß der Chronometer, wiewohl in hohemGrade und wahrhaft bewundernswerth durch die Ge-schicklichkeit der neuern Künstler verbessert, doch immernoch nicht ein so vollkommenes Instrument ist, daß mansich blindlings darauf verlassen könnte. Ei» solches In-strument kann einige Stunden, oder selbst Tage langeine» gleichförmigen Gang behalten, aber bei langenAbwesenheiten von der Hcimath werden die Wechsel-fallc von Fehler und Zufall so vervielfältigt, daß mausich auch auf das beste nicht mit Sicherheit verlassenkann. Bis zu einem gewißcn Umfange laßt sich die-sem Uebel dadurch begegne», daß man mehrere Chro-nometer zugleich mitnimmt, und sie zu gegenseitigerControle benutzt; aber, auch abgesehen von den Kostenund der Mühe, ist dieses doch nur ein Palliativmittelgegen das Uebel, und zwar gegen das große undDauptübcl, indem es das einzige ist, dem die Be-st i in m n n g der Langen d u r ch Chronomete rausgesetzt ist. — Man muß deshalb noch andere Mit-tel in Anwendung bringen, um die lokale Zeir einesStandpunktes einem andern Standpunkte mitzutheilen,oder um von einem Hauptstandpunkte, als einem Mit-telpunkte, dessen lokale Zeit als ein universelles Nor-malmaaß fortzupflanzen, mit welchem die örtlichen Zei-ten aller andern Standpunkte, wo dieselben auch lie-gen mögen, auf einmal verglichen, und solchergestalt