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Die Lehren der Astronomie
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Astronomie.

Cop. II.

Eintheilung deS Limbns ist rein mechanischer Natur,und wir bemerken weiter nichts darüber , als daß dieVcrfertigcr solcher Instrumente gegenwärtig ihre Kunsthierin zu einer solchen Vollkommenheit gebracht haben,daß der Betrag des Fehlers aus dieser Quelle der Un-genauigkeit in der That in sehr enge Grenzen einge-schlossen ist. Was den ersten Punkt betrifft, so mußes einleuchtend seyn, daß, wenn die Visirvorrichtnngad weiter nichts wäre, als einfache Kreuze oder Na-dcllöchcr an den Enden einer hohlen Rohre, oder eineOcffnung für die Aufnahme des Auges an dem einenEnde und ein Kreuz am andern, sich keine größereGenauigkeit im Richte» erwarten ließe, als diejenigeist, welche durch einfaches Sehen mit bloßemAuge erlangt werden kann. Wenn aber, statt diesereinfachen, jedoch groben, Mittel, die Röhre selbst inein Fernrohr mit einem Objectiv bei si und einemOcular bei u umgewandelt wird; und wen» die Be-wegung des Fernrohres an, Rande des Kreises ge-hemmt wird, sobald das Object gerade in den Mittel-punkt deS Gesichtsfeldes gebracht ist, so leuchtet vonselbst ein, daß sich, in Bezug auf das Richten desRohres, ein größerer Grad von Genauigkeit, als mitdem unbewaffnetcu Auge, erlangen laßt, und zwarim Verhältnisse zur VcrgrößerungSkrafc und der Licht-starke des angewendeten Fernrohres. Der höchste er-reichbare Grad von Genauigkeit wird dadurch erlangt,daß man in dem gemeinschaftlichen Brennpunkte desObjectiv- und Ocularglases zwei feine Fasern, z. B.feine Haare oder Spinnenfädcn, ausspannt, welcheeinander im Mittelpunkte des Sehfeldes rechtwinkligdurchschneiden. Ihr Durchschnittspunkt gewährt einenbeständigen Zielpunkt, mit welchem das Bild des Ob-jectes genau zur Coincidcnz gebracht werden kann, in-dem man das Fernrohr mit einem gehörigen Gradevon Vorsicht und mit Hülfe einer mechanischen Vor-richtung in seine endliche Lage am Limbus des Krei-ses führt, und es hier festhält, bis das Ablesen ge-schehen ist.

132) Man kann füglich annehmen, daß durch